Continental hat mit dem Basic Function Controller (BFC) ein neues zentrales Karosserie-Steuergerät

Continental hat mit dem Basic Function Controller (BFC) ein neues zentrales Karosserie-Steuergerät für das Segment der besonders preisgünstigen Pkw entwickelt.

Weil der Motor beim Stillstand etwa im Stau oder an der roten Ampel automatisch abschaltet und vor dem Losfahren komfortabel wieder angeschaltet wird, erwartet Continental eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs im Metropolen-Alltag um bis zu 15 Prozent.

Mit den Komponenten für Start-Stopp-Systeme für Fahrzeuge im unteren Preissegment kommt Continental dem Bestreben vieler Schwellenländer entgegen, die Massenmobilisierung möglichst ressourcenschonend zu gestalten. Nicht umsonst werden in solchen Ländern vielfach neue Schadstoffgrenzwerte diskutiert. Derzeit wird zum Beispiel in Indien über die Einführung einer besonderen Fahrzeug-Kennzeichnung nachgedacht, um ab 2011 den Absatz besonders verbrauchsarmer Autos zu fördern.

Herzstück der Komponenten von Continental ist das neue Motor-Start-Stopp-Steuergerät (Engine Start Stop, ESS), in dem alle relevanten Funktionen zusammengefasst sind. Es basiert auf dem im Mai 2008 vorgestellten Basic Function Controller und ermöglicht auch in Fahrzeugen ohne aufwändige Motorsteuerung und Datennetzen die automatische Motor-Abschaltung. Dafür braucht es neben dem Start-Stopp-Steuergerät lediglich einen intelligenten Batteriesensor (IBS) sowie ein Signal von Kupplung und Getriebe, damit der Motor nur im Leerlauf abgeschaltet und nach dem Treten der Kupplung in wenigen Sekundenbruchteilen wieder gestartet wird. Für Fahrzeuge mit entsprechenden Komfortverbrauchern bietet Continental einen DC/DC-Wandler an, der Spannungsabsenkungen beim Motorstart ausgleicht: Infotainmentsysteme wie Radio, Navigation oder die Instrumentierung werden so nicht beeinträchtigt.

Ein besonderer Vorteil der Continental-Lösung ist die kurze Entwicklungszeit. Weil alle relevanten Funktionen in einem einzigen Steuergerät gebündelt sind, müssen Motor- oder Getriebesteuerung nicht verändert werden. Dies reduziert die Komplexität und beschleunigt den Serienstart. Schon 2010 wird das Continental-Steuergerät bei einem ersten asiatischen Fahrzeughersteller in Serie gehen. Neben der schnellen und flexiblen Adaption kann Continental als führendes Unternehmen für die Fahrzeuginstrumentierung auch das Know-how für entsprechende Anzeigesysteme beisteuern. Die Praxis zeigt, dass Start-Stopp-Systeme besonders dann ihr volles Einsparpotential realisieren können, wenn der Fahrer schnell und verständlich über die entsprechenden Betriebsphasen informiert wird.

Obwohl das neue Steuergerät ESS kurzfristig an unterschiedliche Fahrzeugmodelle anpassbar und vor allem für Fahrzeuge in niedrigen Preissegmenten konzipiert ist, merkt der Fahrer keinen Unterschied zu vergleichbaren Systemen in gehobenen Modellen: Komfort, Funktionssicherheit und Einsparpotenzial sind identisch. Damit eignet sich das Motor-Start-Stopp-Steuergerät ESS von Continental nicht nur für Schwellenländer. Schließlich lässt sich das neue System von Continental auch schnell und kostengünstig in Kleinwagen oder preiswerte Volumenmodelle etablierter Fahrzeughersteller in Europa oder USA integrieren.

Das Einsparpotential eines Start-Stopp-Systems ist erheblich. Schon in den verschiedenen Norm- und Prüfzyklen in Europa, den USA, China oder Indien sinkt der Durchschnittsverbrauch damit um bis zu zehn Prozent. Im Alltagsverkehr können deutlich größere Verbrauchsvorteile erzielt werden. Schließlich gehören Staus und Verkehrsbehinderungen in ständig wachsenden Metropolen wie Delhi, Shanghai oder São Paulo zum alltäglichen Stadtbild.