Der Schlauchspezialist ContiTech Thermopol hat in Somersworth/USA den Grundstein für eine umfassende Erweiterung seiner Produktionsfläche gelegt. Auf 3.600 m2 lässt das zur deutschen ContiTech AG, Hannover, gehörende Unternehmen ein weiteres Fabrikgebäude errichten und verdoppelt damit seine Produktionskapazitäten. Dadurch erschließt sich ContiTech Thermopol neue Geschäftsfelder. Bislang fertigt das Werk Silikonschläuche für Automobil- und Schwerlast-Lkw-Hersteller, die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie weitere industrielle Anwendungen. Künftig werden hier auch extrudierte Turboladerschläuche produziert sowie SCR-Schlauchleitungssysteme zur Abgasreinigung für Dieselmotoren montiert, was dem steigenden Umweltbewusstsein in den USA entgegenkommt.

„Mit der Erweiterung und Stärkung von Thermopol bereitet sich ContiTech auf die anstehenden Veränderungen der amerikanischen Automobilindustrie vor“, sagt Günter Frölich, Geschäftsbereichsleiter ContiTech Fluid Technology. Die Hersteller wollen Fahrzeuge bauen, die mit ihrer Leistung und Energieeffizienz den Erwartungen der Käufer besser als bisher gerecht werden. Und dabei spielen Turbolader für Diesel- und Benzinmotoren eine wichtige Rolle. „Durch neue Technologien können wir unseren Kunden die dazu benötigten hochwer-tigen Schläuche aus lokaler Produktion anbieten“, betont Geschäftsführer Ed Cotter. „Viele Fahrzeughersteller im NAFTA-Raum legen großen Wert darauf, ihre Zulieferer vor Ort zu haben.“

Mit Ford und Cummins konnten bereits der derzeit erfolgreichste amerikani-sche Automobilhersteller und der weltgrößte Dieselmotorenhersteller als Kun-den für die neuen Produkte gewonnen werden. Bis Dezember soll die neue Produktion ihre Arbeit aufnehmen. ContiTech investiert 3,7 Mio. Euro in die Erweiterung, die 80 zusätzliche Arbeitsplätze schafft. Derzeit arbeiten in Somersworth rund 140 Beschäftigte auf dem 3,3 ha großen Firmengelände.