Daimler China

Daimler und BAIC unterzeichnen Rahmenvertrag zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in China. An der feierlichen Zeremonie im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und des chinesischen Premierministers Wen Jiabao nahmen Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Ulrich Walker, Chairman und CEO Daimler Northeast Asia, und Xu Heyi, Chairman BAIC, teil (von links nach rechts: Xu, Premierminister Wen, Walker, Bundeskanzlerin Merkel, Zetsche). - Bild: Daimler

Die beiden Unternehmen wollen dazu zusammen rund zwei Milliarden Euro investieren, wie der Stuttgarter Autobauer am Dienstag im Rahmen des deutsch-chinesischen Gipfels in Berlin mitteilte. “Mit diesem Rahmenvertrag stellen wir entscheidende strategische Weichen, um am Wachstum des Schlüsselmarkts China langfristig und maßgeblich teilzuhaben”, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Vertragsunterzeichnung.

Xu Heyi, Chairman BAIC: “BAIC und Daimler sind langfristige strategische Partner. Diese Projekte sind wichtige Schritte beider Partner zur Erweiterung der lokalen Produktion in China. Sie werden Benchmark für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China sein.”

Daimler arbeitet in China mit dem Partner Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC) zusammen. Im Werk des Gemeinschaftsunternehmens Beijing Benz Automotive (BBAC) in Peking laufen derzeit jährlich rund 80.000 C-Klassen und E-Klasse Langversionen vom Band.

Fahrzeuge und Motoren “Made in China”

Noch in diesem Jahr soll die Fertigung des kleinen Geländewagens GLK in China starten. Ab 2013 sollen dann drei Modelle der neuen Kompaktwagen-Familie von Daimler auch in China vom Band laufen. Gleichzeitig soll den Plänen zufolge die lokale Motorenproduktion anlaufen. Das Motorenwerk wird auf eine Jahreskapazität von 250.000 Stück ausgelegt. Anfangs sollen 100.000 Vierzylindermotoren jährlich gefertigt werden.

Daimler erwartet eine kräftig steigende Nachfrage der Chinesen nach hochpreisigen Fahrzeugen. Der Markt für Premium-Kompaktfahrzeuge werde von 770.000 Wagen im vergangenen Jahr bis 2020 auf mehr als zwei Millionen Stück anschwellen, so die Prognose. Daimler verfügte per Ende 2010 über 160 Händler in China, die mehr als 148.000 Fahrzeuge verkauften. In diesem Jahr sollen 30 Handelsstützpunkte hinzukommen.

Zudem planen die Stuttgarter ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, zum Beispiel für Fahrzeugtests. Die Investitionen sind Teil der Wachstumsstrategie, in die Daimler in den nächsten Jahren gemeinsam mit seinen Partnern insgesamt drei Milliarden Euro stecken will.

dpa-AFX/Guido Kruschke