Erster Spatenstich für das neue Sprinter-Werk von Mercedes-Benz Vans in North Charleston, South Carolina

Erster Spatenstich für das neue Sprinter-Werk von Mercedes-Benz Vans in North Charleston, South Carolina. Von links nach rechts: Michael Balke, Leiter Mercedes-Benz Vans, LLC und Produktionsleiter des Werks, Nikki Haley, Gouverneurin von South Carolina, Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, und Frank Klein, Leiter Operations Mercedes-Benz Vans. Bild: Daimler

Mit dem neuen Produktionswerk will Mercedes-Benz Vans seine Kunden zukünftig noch schneller und individueller beliefern können. Mercedes-Benz Vans investiert rund 500 Millionen US-Dollar in das Werk und schafft so laut Daimler in North Charleston bis zu 1.300 Stelle. Zulieferer werden Schätzungen zufolge zusätzlich rund 400 neue Arbeitsplätze in und um North Charleston anbieten. Zuerst wird der Karosserierohbau aufgebaut. Im Verlauf des Jahres folgen die Lackieranlage und die Endmontage. Die Produktion der nächsten Generation des Sprinter soll noch vor Ende des Jahrzehnts starten.

Die aktuelle Fläche der Produktions- und Verwaltungsgebäude des Montagewerks in North Charleston beträgt ca. 38.000 qm. Der Neubau wird zusätzlich rund 105.000 qm umfassen. Hinzu werden rund 259.000 qm für eine Fläche für gefertigte Fahrzeuge kommen. 

 

Die USA gehören Daimler zufolge zu den weltweit am schnellsten wachsenden Transportermärkten. Sie sind mittlerweile nach Deutschland der zweitgrößte einzelne Absatzmarkt für den großen Van. Im Jahr 2015 lieferte Mercedes-Benz Vans rund 28.600 Einheiten an Kunden in den USA aus – elf Prozent mehr als im Vorjahr (25.800 Einheiten). Sprinter für die USA werden bislang in Deutschland gefertigt. Aufgrund hoher Importzölle werden diese allerdings in einem aufwändigen Verfahren teilzerlegt und im Werk in North Charleston remontiert. Seit 2006 werden in North Charleston die SKD-Bausätze („ semi-knocked-down“) für importierte Sprinter und seit 2015 auch für importierte Metris Midsize-Vans (in anderen Märkten „Vito“) montiert. Dieses Verfahren bringt einen klaren Wettbewerbsnachteil für Mercedes-Benz Vans auf dem US-Markt mit sich. Mit dem neuen Werk und den Fahrzeugen „made in USA“ kann das Geschäftsfeld die wachsende Nachfrage der nordamerikanischen Kunden künftig deutlich wirtschaftlicher bedienen und die Lieferzeiten auf diesem Markt signifikant reduzieren, so Daimler.

Der Sprinter wird weltweit an insgesamt sechs Standorten produziert: neben zukünftig North Charleston in Deutschland in Düsseldorf – dem weltweiten Leitwerk für die Produktion großer Transporter – sowie im brandenburgischen Ludwigsfelde. Als einziger Hersteller im Segment großer Transporter wird Mercedes-Benz Vans die nächste Generation des Sprinter weiterhin an seinen deutschen Produktionsstandorten fertigen. Dazu investiert das Geschäftsfeld insgesamt 450 Millionen Euro in die Modernisierung der beiden Werke. Der Sprinter wird außerdem auch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens Fujian Benz Automotive Co., Ltd. in Fuzhou, China, gefertigt. Der Mercedes-Benz Sprinter Classic läuft in Auftragsfertigung beim russischen Partner GAZ in Nizhny Nowgorod, ca. 400 km östlich von Moskau, vom Band.