Deter Zetsche breit

Dieter Zetsche: "Wir stehen einem Einstieg chinesischer Investoren weiter offen gegenüber." - Bild: dpa

Dies wäre gut für den Autobauer, sagte Zetsche vergangene Woche auf dem Führungstreffen Wirtschaft der “Süddeutschen Zeitung” in Berlin. Noch aber ist unklar, ob es dazu kommen wird.

“Der Grund ist sicher nicht, dass wir mehr Eigenkapital brauchen, wir haben eher das umgekehrte Problem, dass wir in unserem Unternehmen sehr viel Eigenkapital haben”, sagte Zetsche. “Wir suchen nicht verzweifelt danach. Wir würden chinesische Investitionen begrüßen, weil es einfach besser für uns ist, wenn China an unserem Schicksal interessiert ist.”

Bei einem solchen Investment müsse der chinesische Investor Aktien im Markt kaufen. “Wir wären also grundsätzlich nicht beteiligt”, sagte der Daimler-Chef.

Anfang der Woche hatte Daimler den eigenen Einstieg beim chinesischen Joint-Venture-Partner BAIC perfekt gemacht. Am Dienstag unterzeichnete Zetsche den entsprechenden Vertrag über die Übernahme von 12 Prozent an der Autosparte BAIC Motor. Gleichzeitig zeigte sich Zetsche offen für eine Beteiligung von BAIC an Daimler, an der sich auch BAIC-Chef Xu Heyi zuvor interessiert gezeigt hatte.

Mit dem Deal bindet sich Daimler enger an seinen chinesischen Partner. Die Stuttgarter wollen in Chinas rasant wachsendem Markt für Luxuswagen mir ihrer Marke Mercedes-Benz gegenüber den Wettbewerbern Audi und BMW aufholen. In China können ausländische Hersteller über Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen vor Ort produzieren und damit ihre Kosten reduzieren.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke