Bodo Uebber breit

Bodo Uebber: "Wir können theoretisch einige andere Autos in Tuscaloosa fertigen. Doch noch sei darüber keine Entscheidung gefallen." - Bild: Daimler

Damit könnten die Schwaben ihre Profitabilität verbessern und die Währungsrisiken sowie Transportkosten verringern, weil die Autos näher am Kunden gebaut würden.

Mit dem Bau der C-Klasse in Tuscaloosa will Daimler im kommenden Jahr beginnen. Es ist die erste Limousinenproduktion in dem Werk, das seit 1997 Geländewagen gebaut hat.

“Wir können theoretisch einige andere Autos in Tuscaloosa machen”, sagte Finanzvorstand Bodo Uebber am Donnerstag in New York. Noch sei darüber keine Entscheidung gefallen. Uebber betonte aber, dass Flexibilität in der Produktion für den Erfolg in einem wettbewerbsintensiven Markt entscheidend sei.

Einst die Nummer Eins unter den Premiumherstellern, fiel Daimler in den vergangenen Jahren beim weltweiten Absatz hinter BMW und die Volkswagentochter Audi zurück. Daimler steckt derzeit mitten in einer Produktoffensive, mit der er sich die globale Krone zurückholen will. Der Stuttgarter Autobauer steht zudem unter Druck, seine Profitabilität zu verbessern. Seine Gewinnmarge legte im dritten Quartal auf 7,3 Prozent zu, von 6,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Vor vier Jahren hatte Daimler angekündigt, die Produktion des Verkaufsschlagers C-Klasse von Deutschland nach Alabama zu verlagern, um sie vor Währungsschwankungen zu schützen und die Arbeits- und Transportkosten zu verringern.

Schwaben wollen Partnerschaft mit Tesla ausbauen

Uebber sagte weiter, das Unternehmen sei an einem Ausbau seiner Partnerschaft mit dem Elektroautobauer Tesla interessiert, an dem Daimler mit 4,3 Prozent beteiligt ist. “Wir wollen nach mehr Kooperation Ausschau halten”, sagte er.

Die strategischen Vorteile der Entwicklung neuer Technologie mit Tesla überwiege die wirtschaftlichen Vorteile, die Beteiligung an dem Autobauer aus dem Silicon Valley zu Geld zu machen. Der Aktienkurs von Tesla hat sich in diesem Jahr mehr als verdreifacht. “Ich bin ein glücklicher Aktionär”, sagte Uebber weiter.

Daimler hat die eigene Haltung zu Elektroautos überdacht. “Vor ein paar Jahren dachten wir, es wird ein Hype”, sagte der Manager. Nun denke er, Elektroautos würden gefragter, wenn die Kunden sehen, “wie schön man damit fahren kann”.

Daimler werde im kommenden Jahr eine elektrische Version der B-Klasse auf den Markt bringen, die einen Motor und Batterien von Tesla nutzt.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke