Hubertus Troska China breit

Daimler sucht weiter den Anschluß. In diesem Jahr wird die neue E-Klasse als Langversion, die A-Klasse und die S-Klasse (Bild) über die chinesischen Händler angeboten. - Bild: Daimler

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll der Vertrieb in dem Riesenreich künftig von einem eigenen Team aus der Stuttgarter Zentrale unterstützt werden. Zudem soll das Händlernetz vor Ort in diesem Jahr um 75 neue Betriebe auf insgesamt mehr als 300 Händler wachsen.

“Wir haben im letzten halben Jahr bereits zahlreiche Maßnahmen für unser China-Geschäft eingeleitet”, erklärte China-Vorstand Hubertus Troska. Daimler hatte Troska Ende 2012 berufen, um die schwächelnden Geschäfte voranzutreiben. Im Mai konnte Daimler in China beim Absatz um sieben Prozent zulegen, seit Jahresbeginn verbuchten die Stuttgarter aber ein Minus von 3,8 Prozent.

Bernhard Auer

Bernhard Auer übernimmt künftig die Vertriebssteuerung für Mercedes-Benz Cars in China. - Bild: Daimler

Die Leitung des neuen Bereichs wird mit dem 47-jährigen Bernhard Auer ein erfahrener Chinaexperte und Vertriebsspezialist übernehmen und direkt an den Vice President Sales Mercedes-Benz Cars, Matthias Lührs, berichten.

Schwaben suchen weiter Anschluß im Reich der Mitte

Bis 2015 planen die Schwaben die Markteinführung von rund 20 neuen und modellgepflegten Fahrzeugen. In diesem Jahr wird die neue E-Klasse als Langversion, die A-Klasse und die S-Klasse über die chinesischen Händler angeboten. Daimler fährt den Oberklasse-Konkurrenten Audi und BMW in China derzeit auch wegen Nachteilen im Vertrieb hinterher – bis 2020 wollen die Schwaben die Rivalen aber überholt haben.

Der nach wie vor bestehende Abstand zur Konkurrenz wird beim direkten Vergleich deutlich: Premium-Marktführer Audi hat in der Volksrepublik bereits etwa 300 Händler, wobei momentan jede Woche ein neuer hinzu kommt. 2017 sollen es sogar mehr als 500 sein.

Zwar ging es zuletzt wieder aufwärts, die Schwaben hinken im Reich der Mitte aber noch deutlich hinter der Konkurrenz her: Per Mai verkaufte die Marke Mercedes-Benz knapp 79.400 Autos in China – ein Minus von knapp vier Prozent. Der dortige Branchenprimus Audi steigerte den Absatz dagegen um rund 14,5 Prozent auf rund 183.700 Wagen.

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dpa/Daimler/Guido Kruschke