Delphi-Chef Rodney O'Neal strebt eine Rückkehr an die Börse an. Wenn alles klappt, soll es 2011

Delphi-Chef Rodney O'Neal strebt eine Rückkehr an die Börse an. Wenn alles klappt, soll es 2011 soweit sein. (Bild: Delphi)

Noch vor knapp einem Jahr stand der Delphi vor dem aus. Doch jetzt liebäugelt der  US-Autozulieferer Delphi den Gang an die Börse. Das berichtet das “Handelsblatt” unter Berufung auf “informierte Kreise”. Der ehemals größte Autozulieferer der USA hole gerade Einschätzungen von Investmentbanken ein, um die Erfolgschancen besser beurteilen zu können, hieß es. Offizielle Treffen zwischen Delphi-Chef Rodney O’Neal und Investmentbankern habe es jedoch noch nicht gegeben.

Delphi strebe eine Rückkehr an die Börse für Anfang 2011 an, sagte eine mit der Sache vertraute Personen. Das Unternehmen war 2009 nach vier Jahren aus der Insolvenz herausgekommen und hat sich komplett neu aufgestellt. Die Überlegungen seien aber noch in einer sehr frühen Phase und es gebe noch einige Unwägbarkeiten. So komme es natürlich auch auf die Verfassung der Finanzmärkte an.

Der Zeitpunkt müsse jedoch auch mit dem geplanten Börsengang des US-Autobauers General Motors (GM) abgestimmt werden. Der Mutterkonzern von Opel, der sich ebenfalls in einem Insolvenzverfahren restrukturierte, will Ende dieses Jahres zurück an die Börse. Delphi war einst Teil des GM-Konzerns.

Ein Investmentbanker sagte, Delphi könnte mit rund sieben Mrd. Dollar bewertet werden. Der Zulieferer meldete im ersten Quartal einen Nettogewinn von 210 Mio. Dollar. Ein Börsengang könnte auch zu einem Zahltag für die Geldgeber des Konzerns werden, die von den Firmen Silver Point Capital und Elliott Management angeführt werden.