daimler_mercedes_benz_stern

Daimler leidet mit seiner Stammmarke Mercedes-Benz weiter unter Belastungen durch diverse Sonderfaktoren - die Verkäufe in den USA sanken um ein Fünftel. Bild: Daimler

Angetrieben von der florierenden US-Konjunktur konnten viele Hersteller ihre Verkäufe im vergangenen Monat trotz steigender Spritpreise und höherer Finanzierungszinsen spürbar steigern, wie die am Dienstag vorgelegten Absatzzahlen zeigten. An den deutschen Autokonzernen ging der positive Trend aber weitgehend vorbei - lediglich Volkswagen und Audi wurden mehr Neuwagen bei der US-Kundschaft los.

Nach starken Zuwächsen in den Vormonaten schaffte Volkswagen im August jedoch nur noch ein leichtes Absatzplus. Insgesamt wurden nach Angaben des Unternehmens 32.255 Autos mit dem VW-Logo ausgeliefert - rund 0,7 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte VW die Verkäufe allerdings um kräftige 7 % auf 235.673 Neuwagen.

Obwohl der Aufwärtstrend zuletzt etwas nachließ, zeigte sich das Unternehmen mit den August-Zahlen zufrieden. Der neue Jetta, das wichtigste US-Modell, sei mit über 10.000 verkauften Einheiten sehr gut angekommen. Im Jahresvergleich ging der der Absatz hier dennoch erheblich zurück. Noch stärkere Einbußen gab es bei der Golf-Serie und dem Passat.

Gefragt blieben aber die SUVs Tiguan und Atlas. Insgesamt macht VW in den USA - wo der Abgas-Skandal die Verkäufe zeitweise hatte einbrechen lassen - damit weiter Boden gut. Volkswagens Premium-Tochter Audi schaffte im August einen ordentlichen Zuwachs um 5,5 %. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche musste hingegen einen Rückgang von über 13 % verkraften.

Daimler und BMW mit schrumpfendem Absatz

Daimler leidet mit seiner Stammmarke Mercedes-Benz weiter unter Belastungen durch diverse Sonderfaktoren - die Verkäufe sanken um ein Fünftel. Auch Oberklasse-Rivale BMW kommt auf dem US-Markt nicht auf Touren. Im August schrumpfte der Absatz des Konzerns belastet von der Zweitmarke Mini im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 1,5 %.

Andere Hersteller schlugen sich deutlich besser. Fiat Chrysler brachte 10 % mehr Neuwagen auf die Straße, Ford meldete einen Anstieg von 4,2 %. Nissan schaffte ebenfalls ein deutliches Verkaufsplus von 3,7 %, Honda legte um 1,3 % zu. Toyota zählte hingegen mit einem Minus von 2 % zu den Verlierern. US-Marktführer General Motors legt seine Ergebnisse nur noch quartalsweise vor. Branchenweit stiegen die Verkäufe auf dem US-Markt nach vorläufigen Berechnungen des Fachblatts Automotive News im August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 %.