Fahrzeug beim Stromtanken.

2020 wurden in Deutschland mehr E-Fahrzeuge zugelassen als in anderen Ländern, doch der Umstieg vom Verbrenner bietet hier am wenigsten Preisvorteile.

| von Götz Fuchslocher

Die Rahmenbedingungen und Umstände, die die Elektrifizierung ermöglichen, unterscheiden sich dem von Leaseplan veröffentlichten EV Readyness Index zufolge von Land zu Land erheblich. In der Analyse werden 22 europäische Länder dahingehend untersucht, wie es um die drei Schlüsselfaktoren für den Umstieg auf Elektromobilität bestellt ist: die Größe des E-Fahrzeug-Markts, die Reife der Ladeinfrastruktur und die Kosten für den Betrieb von E-Fahrzeugen.

Der Untersuchung zufolge ist es beim Thema Elektromobilität um Deutschland nicht schlecht bestellt. Das Land belegt hier Platz sieben. Top ist Deutschland bei den Neuzulassungen mit 204.000 Fahrzeugen im Jahr 2020. Eher im Mittelfeld ist die Bundesrepublik laut Studie bei den staatlichen Anreizen unterwegs. Sehr gut ist es hingegen um das Ladesäulen-Angebot bestellt: Nur Frankreich und die Niederlande verfügen den Machern der Studie zufolge über noch mehr als die 44.000 Stationen in Deutschland.

Bei den Gesamtbetriebskosten (TCO) krankt es in Deutschland jedoch am hohen Strompreis. So kostet der Strom für einen Kilometer an einer öffentlichen Ladesäule laut Studie hierzulande 78 Prozent des entsprechenden Kraftstoffs für Verbrenner. Bei den Fahrtkosten bildet Deutschland daher das Schlusslicht.

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