China_Autoabsatz_2017_Mercedes

Einen ganz starken Jahresauftakt legte Mercedes in China mit +39 % hin, dagegen ging es für viele Volumenhersteller bergab; böse erwischt hat es Ford und GM. Bild: Mercedes-Benz

Noch halten sich die Marktexperten zurück was die Bewertung des Geschehens am chinesischen Automarkt anbelangt und was das für den weiteren Verlauf des Jahres bedeutet. Wie andere Analysten ist aber auch Namrita Chow überrascht vom Ausmaß des Rückgangs: um 9,8 Prozent war im Januar der Autoabsatz abgerutscht. Nach den Gesamtzahlen rollen nun die Meldungen der einzelnen Hersteller ein. Dabei zeigt sich: ganz böse unter die Räder gekommen sind ein Reihe von Volumenhersteller. Kia büßte 40 Prozent ein, bei Hyundai  sieht es ähnlich aus. Ganz schwache Zahlen kamen am Mittwoch (6. Februar) von GM (-24%) und Ford (-39%). Von VW und den meisten anderen deutschen Herstellern liegen noch keine Zahlen vor.

Hauptverantwortlich für das hohe Minus macht Namrita Chow die Kürzung der steuerlichen Förderung für Fahrzeuge mit Motoren kleiner als 1,6 Liter Hubraum. Durch die Ankündigung Ende vergangenen Jahres, sei es doch in höherem Maße zu vorgezogenen Käufen gekommen als gedacht. Daraus Schlüsse für den weiteren Verlauf zu ziehen sei aber noch verfrüht, heißt es von IHS Automotive. Seitens Ford und GM wurde auch auf das 2017 ungünstiger gelegene Chinese New Year verwiesen, wodurch mehr Verkaufstage entgangen seien als im Vorjahr.

Mercedes-Benz in topform

Zudem gibt es durchaus nicht nur Verlierer. So legte der Geely-Absatz um 71 Prozent zu, auch Mercedes-Benz setzte mit+39 Prozent seine Rekordfahrt fort.

Einen wichtigen Fingerzeig gibt der Januar dennoch: dass es ein sehr unruhiges Jahr geben wird 2017. IHS rechnet unter dem Strich mit einem Plus von 1,9 Prozent beim Pkw-Absatz.