2030 gibt es acht Milliarden Menschen auf der Erde und wohl 1,2 Milliarden Autos. General Motors und die chinesische Firma SAIC präsentierten jüngst ihr Automobil der Zukunft. “Wir müssen das Auto neu erfinden”, sagt Christopher Borroni-Bird, Leiter des Zukunftsressorts bei General Motors. 2030 werden 60 Prozent aller Menschen in Städten wohnen. “Wenn wir uns nichts einfallen lassen, ist der Verkehrsinfarkt programmiert”, warnt Borroni-Bird.

General Motors und der chinesische Autokonzern SAIC (Shanghai Automotive Industry Corp.) haben sich bereits etwas einfallen lassen: Es handelt sich dabei um die Fortführung des im vergangenen Jahr auf der New York Motorshow des vorgestellten Projekts Puma. Jetzt, im Vorfeld der Weltausstellung in Shanghai (1. Mai bis 31. Oktober 2010), wurden drei Studien unter dem Kürzel “EN-V” (Electronic Networked Vehicle) enthüllt, die während der Ausstellung zu sehen sein werden:

Die quietschbunt lackierten Vehikel tragen die pathetischen Namen Jiao (Stolz), Miao (Magie) und Xiao (Lachen) und sehen auf den ersten Blick aus wie fahrende Ostereier. Allesamt sind sie Zweisitzer mit nur einer Achse und messen in Länge und Breite kaum mehr als eine Telefonzelle. Dafür jedoch ragen sie mit 1,65 bis 1,80 Metern höher auf als mancher Minivan. Das Format ist ungewöhnlich, aber praktisch: Zum Fahren reicht den Minimobilen eine halbe Spur, auf einen Pkw-Parkplatz passen mehrere EN-Vs. Die beiden Insassen haben dennoch so viel Platz wie in einem aktuellen Smart.