China-Strategie_Volkswagen_Move-Forward_Elektromobilität

Schwer imponierend sind die Zahlen zur Entwicklung des Automarkts China und die von Volkswagen, die der China-Chef der Wolfsburger Kernmarke, Stephan Wöllenstein, bei einem Workshop am Rande der Touareg-Weltpremiere in China zeigte. Damit Volkswagen seine führendes Position behaupten kann, wurde jetzt die "Move Forward"-Kampagne gestartet. Bild: Volk

3,2 Millionen. Die Zahl sagt fast schon alles. So viele Autos hat Volkswagen im vergangen Jahr in China verkauft. Damit ist die Kernmarke der Wolfsburger unangefochten die Nummer 1 auf dem weltgrößten Automarkt. Grund sich zurück zu lehnen gibt es nicht. Im Gegenteil. Der Markt ist jung, dynamisch wie kein zweiter. „Alle fünf Jahre“ sagt Stephan Wöllenstein, Volkswagen Chef im Reich der Mitte, habe man es mit einer neuen Käufergeneration.

Das bedeute: auch als Nummer 1 muss man sich permanent neu behaupten und permanent erneuern. Verdienste in der Vergangenheit zählen wenig in einem Land, dessen Menschen  am liebsten in die digitale Zukunft schauen: „Um auch nach 30 Jahren weiter vorne zu bleiben, müssen wir deutlich schneller werden“, betonte Wöllenstein.

Als Absatz-Beschleuniger Nummer 1 hat man SUV ausgerufen. Bis 2020 will alleine die Marke Volkswagen „mindestens“ 10 der extrem populären Fahrzeuge in Geländegängeroptik neu in den Makt schieben. Den Auftakt im Jahr des SUV macht das Flaggschiff Touareg. Dass man für die dritte Generation des Wagens, obwohl auch weiterhin „nur“ ein Importfahrzeug , Heerscharen von Journalisten zur Weltpremiere nach Peking karrte, hat starke Symbolkraft, denn es geht nicht nur um ein Auto: „China ist entscheidend für den Erfolg unserer Zukunftsstrategie“, betont VW-Markenchef Herbert Diess.

Und dieser Erfolg ist trotz der blendenden Gegenwart durchaus gefährdet. Dass die Wolfsburger nun mit großer Macht den Markt mit SUVs fluten, kann man beeindruckend finden, man kann es aber auch als Kurskorrektur empfinden. Denn Volkswagen hat mit der Langversion des Tiguan, dem  noch ziemlich neuen Teramont zwei Verkaufsschlager im Portfolio und mit dem Touareg eine konstante Größe im gehobenen Segment. Das war´s dann aber auch schon. Das ist bei Lichte betrachte ziemlich dünn für ein Segment, dessen Entwicklung in den vergangenen Jahren mit stürmisch noch dezent beschrieben ist. So stieg der Marktanteil der SUV von acht Prozent im Jahr 2007 auf 45 Prozent im Jahr 2017 und man rechne damit, dass binnen weniger Jahre jeder zweite verkaufte Pkw  in China ein SUV/ Crossover sein werde, so VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann, der wie fast die gesamte Führungsriege der Marke zur Touareg-Weltpremiere nach Peking geeilt war . In Summe sind das 12 bis 14 Millionen Fahrzeuge, womit in China mehr SUV verkauft werden als in gesamt Europa Pkw.

Mit dem SUV-Boom haben sich ich China vor allem die heimischen Markengegenüber den lange dominanten globalen Herstellergruppen etabliert. Das macht sich auch statistisch bemerkbar: wurde unter den Top 10 des Jahres 2010 mit Chery auf Platz 8 gerade mal eine China-Marke unter den Top 10 geführt, waren es 2017 drei:  Geely auf Rang 3, Baojun auf Platz 7 und Changan auf Platz 9. Noch reihen sich die Chinesen deutlich hinter Primus  Volkswagen ein, Stackmann stellt aber fest: „Es gibt eine ganze Reihe chinesischer Marken mit einem Absatz von jeweils um die eine Million Fahrzeuge. Die meisten sind durch SUV stark geworden.“  Und nicht nur weil inzwischen auch die Qualität stimmt, nehme man die Konkurrenz ernst.

PHEVs ein Auslaufmodell bei VW in China

Technologisch flankiert wird die SUV –Offensive durch eine Ausweitung des Angebots an elektrisch angetriebenen Fahrzeuge: der E-Golf wird bereits gebaut, nachgeschoben werden in diesem Jahr der Tiguan Plug-in-Hybrid und der rein elektrische Bora. Bis 2020 schiebt der Autobauer 10 Elektroversionen bestehender Modelle nach, die auf dem erweiterten MQB produziert werden. Ab 2020 stellt man auf den Modularen Elektro Baukasten (MEB) um, auf dem dann die rein elektrischen Fahrzeuge der I.D.Familie produziert werden. Plug-in Hybride sind spätestens mit dem Start der I.D. Familie ein Auslaufmodell

Mit dem Mix aus SUV und Elektro sowie Digitalisierung als dritte Säule der „Move Forward“ Kampagne werde  man die Voilkswagen-Erfolgsstory der vergangenen 30 Jahre in die Zukunft. transportieren, ist sich Jürgen Stackmann sicher. 

VW Touareg: ausgereifte Neuauflage

  • Der VW Touareg III soll bei der Qualität Maßstäbe setzen.

    Der VW Touareg III soll bei der Qualität Maßstäbe setzen. Bild: VW/press-inform

  • Das Design ist auch für den asiatischen Markt gedacht.

    Das Design ist auch für den asiatischen Markt gedacht. Bild: VW/press-inform

  • Die Rückleuchten erinnern an andere VW-Modelle.

    Die Rückleuchten erinnern an andere VW-Modelle. Bild: VW/press-inform

  • Der VW Touareg teilt sich die Plattform mit dem Audi Q7 und dem Bentley Bentayga.

    Der VW Touareg teilt sich die Plattform mit dem Audi Q7 und dem Bentley Bentayga. Bild: VW/press-inform

  • Beim VW Touareg III wird auch eine Luftfederung zu haben sein.

    Beim VW Touareg III wird auch eine Luftfederung zu haben sein. Bild: VW/press-inform

  • Den VW Touareg III wird es natürlich auch wieder mit Allradantrieb geben.

    Den VW Touareg III wird es natürlich auch wieder mit Allradantrieb geben. Bild: VW/press-inform

  • Der VW Touareg III hat einen markanten Kühlergrill.

    Der VW Touareg III hat einen markanten Kühlergrill. Bild: VW/press-inform

  • Der Wendekreis ist dank der Allradlenkung sehr eng.

    Der Wendekreis ist dank der Allradlenkung sehr eng. Bild: VW/press-inform

  • Der VW Touareg soll vor allem in China Erfolg haben.

    Der VW Touareg soll vor allem in China Erfolg haben. Bild: VW/press-inform

  • Mächtige Räder stecken in den Radläufen

    Mächtige Räder stecken in den Radläufen. Bild: VW/press-inform

  • Die LED-Lichter sind auffällig.

    Die LED-Lichter sind auffällig. Bild: VW/press-inform

  • Im Cockpit dominiert ein 15-Zoll-Touchscreen.

    Im Cockpit dominiert ein 15-Zoll-Touchscreen. Bild: VW/press-inform

  • Hinten ist genug Platz.

    Hinten ist genug Platz. Bild: VW/press-inform

  • Im Cockpit finden sich nur noch wenige Schalter.

    Im Cockpit finden sich nur noch wenige Schalter. Bild: VW/press-inform

  • Die Motorenpalette rollt VW erst nach und nach aus: Los geht es mit zwei Sechszylinder-Diesel mit 170 kW / 231 und 210 kW / 286 PS.

    Die Motorenpalette rollt VW erst nach und nach aus: Los geht es mit zwei Sechszylinder-Diesel mit 170 kW / 231 und 210 kW / 286 PS. Bild: VW/press-inform

  • Die Heckklappe schwingt weit auf.

    Die Heckklappe schwingt weit auf. Bild: VW/press-inform

  • Im Fond kann die Klimaautomatik geregelt werden.

    Im Fond kann die Klimaautomatik geregelt werden. Bild: VW/press-inform

  • Die Drehknöpfe in der Mittelkonsole fühlen sich wertig an.

    Die Drehknöpfe in der Mittelkonsole fühlen sich wertig an. Bild: VW/press-inform

  • Die Steckdose ist praktisch.

    Die Steckdose ist praktisch. Bild: VW/press-inform

  • Auch eine R-Line wird es geben.

    Auch eine R-Line wird es geben. Bild: VW/press-inform