Continental Yokohama

Continental Entwicklungszentrum in Yokohama. - Bild: Continental

Ersten Erkenntnissen zufolge sind Tote oder Verletzte bislang nicht zu beklagen.

Der Stuttgarter Fahrzeughersteller Daimler beschäftigt 12.836 Mitarbeiter in Japan, bei denen es sich bis auf wenige Ausnahmen um Einheimische handelt. Ihr im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens Mitsubishi Fuso Truck and Bus betriebenes Werk in Kawasaki sei leicht beschädigt worden, teilte ein Daimler-Sprecher mit. Allerdings laufe die Produktion weiter.

Deutlich schlimmer hat es den schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo getroffen. Sein Hauptwerk musste die Produktion einstellen, demgegenüber bezeichneten die Schweden die Schäden an einer anderen Fertigungsstätte in Ageo im Südosten Japans als “hauptsächlich oberflächlich”. Allerdings werde es noch Tage dauern, bis der Konzern genaue Untersuchungen durchführen könne. Volvo beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in Japan.

Europas grösster Automobilhersteller Volkswagen beschäftigt in Japan an den Standorten Tokio, Toyohashi und Hamamatsu rund 600 Mitarbeiter. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gab es keine Verletzten.

Obwohl alle seine Werke unbeschädigt blieben, hat der Autozulieferer Autoliv die Produktion in einem von drei japanischen Werken angehalten. Bei dem einen sei die Infrastruktur beschädigt worden, teilte das Unternehmen mit. Autoliv beliefert Nissan, Toyota, Mitsubishi, Honda und Mazda mit Sicherheitsgurten und Airbags.

Continental beschäftigt gut 950 Mitarbeiter an fünf Standorten im Land. Nach einem ersten Überblick blieb es bislang bei geringen Sachschäden, Menschen seien nicht verletzt worden.

Das Chemieunternehmen BASF vermeldet einen Stromausfall an einer Produktionsanlage, die daraufhin heruntergefahren wurde. Größere Schäden an anderen Standorten gab es nicht. Das Ludwigshafener Konzern verfügt über 27 Produktionsstandorte und acht Forschungseinrichtungen und beschäftigt 1.740 Mitarbeiter.

Die beiden japanischen Hersteller Toyota und Honda haben ihre Produktion in ihren japanischen Werken teilweise eingestellt.

Dow Jones Newswires/gk