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Chery, Geely und Co. müssen Minus hinnehmen. Die Exporte chinesischer Autohersteller fallen 2013 um fast zehn Prozent. - Bild: kru

Laut Zahlen der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) sind die Pkw-Exporte chinesischer Marken um 9,8 Prozent auf unter 600.000 Einheiten gefallen.

Die leichten Nutzfahrzeuge eingerechnet lag das Minus bei 7,5 Prozent auf 977.300 Einheiten.

Die größten Exporteure unter den chinesischen Automarken waren 2013 Chery mit 130.136 Fahrzeugen und Geely mit knapp 120.000 Fahrzeugen. Dahinter folgen Shanghai GM, Chongqing Lifan, JAC und BYD. Great Wall, die bislang einzige China-Marke mit einer Produktionsstätte in Europa, rangiert mit 42.999 verkauften Fahrzeugen auf Rand fünf und musste im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von über 19 Prozent hinnehmen. Besonders schlecht lief es für den Great Wall-Quotenbringer Haval H5. Der Absatz des stattlichen Mittelklasse-SUV, der auch im bulgarischen Lovetch montiert und in Osteuropa verkauft wird, brach um fast 31 Prozent auf 24.772 Fahrzeuge ein.

Importzölle machen den Autobauern zu schaffen

Den Hauptgrund für den Absatzrückgang sieht IHS-Expertin Namrita Chow in der wachsenden Anzahl an Ländern, die auf Importautos teils empfindliche Importsteuern erheben. Besonders betroffen sind die chinesischen Hersteller durch die Entwicklung in Brasilien, wo die Zölle für nicht im Land produzierte Fahrzeuge auf bis zu 35 Prozent erhöht wurden und der Absatz in ähnlichem Ausmaß in die Knie ging.

Chinesische Hersteller setzen verstärkt auf Globalisierung

Auf diese Entwicklung haben die chinesischen Marken mit Globalisierungsanspruch inzwischen reagiert: Chery, JAC, Lifan und Geely planen allesamt den Bau von Produktionsstätten in Brasilien, das neue Werk von Chery nimmt Mitte 2014 die Produktion auf. Von Brasilien aus wollen die Chinesen dann weitere südamerikanische Wachstumsmärkte bedienen.

Bereits in den ersten elf Monaten 2013 befanden sich mit Chile, Peru, Kolumbien und Uruguay vier südamerikanische Märkte unter den wichtigsten Märkten chinesischer Marken. Die drei größten Exportmärkte waren in diesem Zeitraum Algerien (112.100 Einheiten), Russland (84.100 Einheiten) und Chile 71.600 Einheiten).

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Frank Volk