Chrysler

Nach 30 Prozent sollen in diesem Jahr noch 35 Prozent der Anteile am amerikanischen Autobauer erworben werden. - Bild: Chrysler

35 Prozent im Visier. Der italienische Konzern will sich allerdings bei der geplanten Mehrheitsübernahme des US-Automobilbauers Chrysler mehr Zeit lassen.

Bis Ende dieses Jahres wolle das Unternehmen seinen Anteil an der Chrysler Group LLC voraussichtlich auf 35 Prozent ausbauen, sagte Fiat-CEO Sergio Marchionne am Donnerstag. Derzeit liegt der Anteil der Italiener bei 25 Prozent.

Man sei kurz davor, einen weiteren Anteil von 5 Prozent zu erwerben, sagte Marchionne weiter. In den nächsten zwei Monaten würde die Fiat SpA dann auf eine Beteiligung von 30 Prozent an dem Konzern aus Auburn Hills kommen.

Die Aufstockung ist an Auflagen geknüpft

Das Turiner Unternehmen kann seinen Chrysler-Anteil auf Grundlage einer Vereinbarung mit der US-Regierung von 2009 beim Erreichen bestimmter Ziele automatisch ausbauen. So war Anfang des Jahres die Beteiligung von 20 auf 25 Prozent gestiegen, nachdem Fiat die Genehmigung für den Bau eines neuen von Fiat entwickelten Motors in den USA erhalten hatte. Eine Aufstockung auf 30 Prozent kann erfolgen, wenn Chrysler den Absatz außerhalb Nordamerikas deutlich steigert. Außerdem müssen die Fiat-Händler in Lateinamerika Chrysler-Autos anbieten.

Noch Ende März ging Fiat-Chef Sergio Marchionne davon aus, die Beteiligung am US-Autokonzern Chrysler bis zum Jahresende auf 51 Prozent ausbauen zu können. Chrysler gehört noch mehrheitlich der US-Autogewerkschaft UAW und den Regierungen der USA und Kanadas, die das Unternehmen 2009 mit Milliardenhilfen vor dem Absturz hatten. Bevor Fiat Chrysler übernehmen kann, müssen die seinerzeit gewährten Hilfen in Höhe von 7,4 Milliarden US-Dollar zurückgezahlt werden.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke