Sergio Marchionne: Sind auf dem besten Weg zum globalen Automobilkonzern. - Bild: Fiat

Sergio Marchionne: Sind auf dem besten Weg zum globalen Automobilkonzern. - Bild: Fiat

Bis zum Ende des Jahres will der Turiner Autobauer den US-Konzern übernehmen. Wie Fiat mitteilte, werde der Konzern seinen Anteil auf 46 Prozent aufstocken, sobald der in Detroit ansässige US-Hersteller seine Regierungsschulden zurückzahle. Dies werde schon im Laufe des zweiten Quartals 2011 geschehen.

Chrysler ist bei den Regierungen der USA und Kanadas noch mit sieben Milliarden Dollar verschuldet. Die Regierungen hatten den Autobauer 2009 gestützt und vor der Pleite bewahrt.

Fiat-Chef Sergio Marchionne sprach von einem «fundamentalen Schritt» auf dem Weg zum erträumten globalen Automobilkonzern: “Die heute angekündigte Operation wird uns zusammen mit einer planmäßigen Steigerung von fünf Prozent bis zum Ende des Jahres zur Realisierung des Traums eines weltweiten Autoherstellers führen – modern, effizient und wettbewerbsfähig”, sagte Marchionne.

Fiat hatte seinen Anteil an Chrysler bereits in der vergangenen Woche planmäßig von 25 auf 30 Prozent aufgestockt. De facto kontrollieren die Italiener den Detroiter Autobauer bereits seit dem Neustart nach der Insolvenz vor anderthalb Jahren. Marchionne hatte wiederholt erklärt, die Beteiligung an dem US-Autobauer sukzessive bis zur Übernahme der Mehrheit aufstocken zu wollen. Es stand jedoch bislang noch nicht fest, wann genau.

Am Vortag hatte der Turiner Traditionskonzern nach einem positiven ersten Quartal seine Prognose für das laufende Jahr bekräftigt. Danach sollen die Erlöse 2011 um zwei bis drei Prozent auf rund 37 Milliarden Euro steigen. Beim Betriebsgewinn peilen die Italiener 0,9 bis 1,2 Milliarden Euro an. Bislang hat Fiat kein Geld, sondern italienische Technik in Chrysler investiert.

dpa/Guido Kruschke