Weltweit ein Absatzschlager, in Russland läuft es aber für den Focus ebenso wenig wie für den

Weltweit ein Absatzschlager, in Russland läuft es aber für den Focus ebenso wenig wie für den Mondeo. Folge ist ein massiver Arbeitsplatzabbau im Werk bei St. Petersburg. - Bild: Ford

Erst Mitte März hatte Ford Sollers mitgeteilt, dass die Montage in dem Werk in der Nähe von St. Petersburg für zwei Monate angehalten wird. In dem Werk baut das Joint Venture aus Ford und dem russischen Auftragsfertiger Sollers den Focus und den Mondeo. Beides Modelle, die unter der schwachen Marktentwicklung in Russland besonders leiden. Im vergangenen Jahr gingen die Verkäufe beider Modelle um 27 Prozent zurück, die ersten beiden Monate diesen Jahres waren mit einem Minus von 41 Prozent desaströs.

Zusätzlich unter Druck gesetzt wird das Geschäft von Ford Sollers durch den schwachen Rubel. Da man bei dem Unternehmen auch angesichts der Krim-Krise nicht mit einer schnellen Trendwende rechnet, hat man sich nun offenbar entschlossen, im Werk bei St. Peterburg 700 der 3.000 Stellen abzubauen. Nicht betroffen sind zwei weitere Werke in Tartastan, wo das Joint Venture den Ford EcoSport SUV und den Ford Edge SUV baut. Deren Marktstart befindet sich in der heißen Phase.

Im Werk Vsevolozshk gingen 2013 68.882 Fahrzeuge vom Band. Für dieses Jahr prognostiziert das Analyseinstitut IHS nur noch knapp 57.000 Einheiten. Damit ist der Standort weit von der Vollauslastung von rund 125.000 Einheiten entfernt.

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Reuters / Frank Volk