Tesla_ModelX_2016

Hereinspaziert die Damen und Herren von Ford: der US-Hersteller hat für eine ungewöhnlich hohe Summe ein Tesla Model X gekauft. Bild: Tesla

Exakt 199.950 Dollar vor Steuern hat es sich der US-Hersteller laut Bloomberg und Detroit News kosten lassen, um an einen der der ersten Exemplare des Flügeltürer-SUV zu kommen. Das sind 55.000 US-Dollar mehr als Tesla selbst für die auf 100 Exemplare limitierte „Founder Series“ aufruft. Gekauft hat Ford den Wagen auf Umwegen über einen Schmuckhändler, der als Besitzer mehrerer Tesla-Modelle von einer Art Vorkaufsrecht zum Marktstart Gebrauch gemacht hat.

In der Automobilbranche ist es durchaus üblich, dass sich Hersteller frühzeitig neue Modell von Konkurrenten kaufen, um die Serienfahrzeuge auf Herz und Nieren zu testen. Allerdings legen die OEM keinen gesteigerten Wert darauf, dies an die große Glocke zu hängen. Vor allem, dass Ford für das am ersten März zugelassene Fahrzeug eine derart hohe Summe auf den Tisch gelegt hat, sorgt für etliche  spöttische Kommentare in den USA. Das auch vor dem Hintergrund, dass der US-Hersteller für sein neues Ford Focus Elektromodell eine Reichweite von umgerechnet 160 Kilometer verkündet hat. Tesla bietet hier selbst beim angekündigten Model 3 – ebenso wie GM beim Chevrolet Bolt – glatt das Doppelte.

 So gab es von Michelle Krebs, Marktexpertin von Autotrader.com den galligen Kommentar, dass sich das Investment hoffentlich in ein paar intelligenten Erkenntnissen bei Ford auszahle. Zudem hoffe sie, dass Ford-Chef Mark Fields öfters mal Platz nehme im Model X, um zu lernen, wie man Elektroautos baut.

Tesla selbst dürfte die Geschichte genüsslich verfolgen, wird der Hersteller dadurch doch einmal mehr zum wichtigsten Konkurrenten im Bereich Elektromobilität geadelt.