Der Lincoln Continenetal hat in den USA einen Riesendebatte über eine Rückkehr zu klassischen

Der Lincoln Continenetal hat in den USA einen Riesendebatte über eine Rückkehr zu klassischen Autonamen ausgelöst.. – Bild: Lincoln

Eigentlich wollte man mit dem vor vier Wochen vorgestellten Luxusliner auf der Modellseite ein starkes Signal für eine Wiederbelebung der dahindümpelnden Ford-Luxusmarke Lincoln senden, deren Wiederbelebung Ford-Chef Mark Fields nun entschieden anpacken will. Das hat geklappt. Überraschender Nebeneffekt: das neue Flaggschiff “Continental” zu taufen und damit einen echten, klassischen Autonamen zu wählen, hat geradzu für Euphorie gesorgt. Lincoln-Modelle tragen seit 2006 relativ uniforme Buchstabenkürzel wie beispielsweise MKZ.

“Sehr aufregend” sei, was man derzeit erlebe, sagte Ford-Nordamerika-Chef Joe Hinrichs in Detroit vor Reportern und räumte ein, dass man mit so einer Welle der Begeisterung nicht gerechnet habe. In den USA ist die sich abzeichnende Rückkehr zu klassischen Autonamen, um so den Modellen mehr Identität zu geben und vor allem den Bezug zur großen Lincoln-Historie herzustellen, ein Riesenthema.

Aber nicht alle sind begeistert. So schreibt Automotive News, Alan Mulally, unter dem die Buchstaben-Nomenklatur eingeführt wurde, möge den Wechsel nicht. Ganz ohne Risiko ist er auch nicht. Denn so glanzvoll der Name Continental ist, das gilt nicht für alle Modelle. Man denke nur an den Lincoln Town Car. Das runtergerissene 90er Jahre Modell flutet heute noch amerikanische Großstädte und symbolisiert eher den Niedergang der US-Autoindustrie.

Frank Volk