Ford_China_Lokale Fertigung_Importzölle

Steht auch auf der Liste der Fahrzeuge, die bald lokal in China gebaut werden sollen: der Ford Explorer. Bild: Ford

| von Stefan Grundhoff

Nach Tesla reagiert mit Ford ein zweiter US-Hersteller auf die Ankündigung, dass in China die Importzölle von 25 auf 15 Prozent gesenkt werden. Die Preise für Importfahrzeuge der Marke Ford werden demnach um CNY 15.000 (USD 2.350) und CNY 35.000 (4.700 USD) reduziert, während Modelle der Premiummarke Lincoln um bis zu 60.000 CNY (ca. 8.000 USD)  günstiger werden.

Die Preissenkung folgt der jüngsten Ankündigung des chinesischen Finanzministeriums, dass die Importtarife für Automobile zum 1. Juli von derzeit 25 auf 15 Prozent gesenkt werden. Die Preissenkungen von Ford soll die Nachfrage nach Importmodellen kurzfristig steigern. Für den Monat April verzeichnete Ford Motor China einen Rückgang beim Fahrzeugabsatz um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 69.503 Einheiten. Im Jahresvergleich liegt das Minus jetzt bei 21 Prozent (276.642 Einheiten). Der Absatz importierter Fahrzeuge der Marke Ford in China ging im April ebenfalls um 26 Prozent auf 1.344 Einheiten zurück; Lincoln ging mit -14 Prozent (3.553 Einheiten) aus dem April.

Um die sich abschwächenden Verkäufe in China zu steigern, hat Ford kürzlich neue Versionen der Limousinen Escort und Focus auf den chinesischen Markt gebracht und plant, bis 2025 dort 50 neue Fahrzeuge zu präsentieren. Gleichermaßen drängt der Autohersteller aus Dearborn darauf, die lokale Produktion in China zu erhöhen. Die meist importierten Lincoln- Modelle MKZ und MKC sollen bis 2020 in China vom Band laufen. Ford wird bis 2020 auch die China-Produktion des Bestsellers Explorer aufnehmen.