Spielt eine große Rolle in den Ford China-Plänen: Kleinwagen Ka.    Bild: Ford

Spielt eine große Rolle in den Ford China-Plänen: Kleinwagen Ka. Bild: Ford

Wie wichtig der von Ford lange Zeit vernachlässigte China-Markt für das globale Wachstum der US-Marke ist, zeigt das Beispiel Lincoln: Erstmals enthüllt die Ford Luxus-Marke auf der Peking Motorshow (21. – 29. April) ein Konzeptfahrzeug außerhalb den USA. Aber Ford setzt bei der Forcierung seiner China-Wachstumspläne nicht nur auf Premium, sondern in naher Zukunft auch auf einen Kleinwagen. Eine besondere Rolle dabei spielt der Ford Ka. Zwar will sich der Autobauer erst bei der Motor Show offiziell äußern, Details sind aber bereits bekannt. Demnach wird der Verkauf des Ford Ka im vierten Quartal dieses Jahres gestartet. Gefertigt wird der Kleinwagen durch das Changan-Ford-Joint-Venture. Angeboten werden soll der Ka in China mit einem 1,0 Liter-Dreizylinder Ecoboost mit 80PS und einem 1,5-Liter-Vierzylinder mit 111 PS Motor.

Die offizielle Markteinführung von Lincoln ist für 17. April im Herzen Pekings geplant, Tage darauf nutzt Ford die große Bühne der Peking Motor Show um erstmals außerhalb des heimischen US-Marktes ein Konzept-Car seiner Luxus-Marke zu enthüllen. Die Einführung von Lincoln stellt laut John Lawler, CEO von Ford China, einen wichtigsten Schritt für Erreichung der Wachtumsziele in China dar.

Derzeit läuft es gut für Ford in China. Laut Zahlen US-Autobauers legte der Absatz im ersten Quartal 2014 um stramme 45 Prozent auf 271.000 verkaufte Fahrzeuge zu. In diesem Jahr will Ford in China über 900.000 Autos verkaufen. Wichtiger strategischer Ansatzpunkt als Wachstumsbeschleuniger ist für den Autobauer – wie für eine Reihe weiterer internationaler Hersteller – die Ausweitung des Angebots an lokal in China gefertigten Autos.

Zum Volumenwachstum wird Lincoln zunächst eher wenig beisteuern. Zwar sei die Einführung der Luxus-Marke ein wichtiger Schritt zur weiteren Imagebildung und Profilierung der Marke, die Verkaufszahlen werden nach Einschätzung von IHS Automotive bis 2020 nicht wesentlich über 10.000 Einheiten pro Jahr hinaus kommen.

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Frank Volk