Fraunhofer Institut Vertragsunterzeichnung

Von links: Reza Moridi, Ontario Minister für Forschung und Innovation, Mo Elbestawi, McMaster University, Vice-President Research und Michael Bucher, Fraunhofer IOA. - Bild: Fraunhofer Institut

 

Demnach wollen beide Institutionen eng zusammenarbeiten, um die Stärken der universitären Forschung im Bereich der Materialwissenschaften mit dem Knowhow des Fraunhofer Instituts beim Technologie- und Innovationsmanagement zu bündeln. Erklärtes Ziel: innovative Technologien und Fertigungsmethoden schneller marktfähig machen.

Der offizielle Akt der Unterzeichnung fand am Rande der 28. Deutsch-Kanadischen Konferenz der Atlantik-Brücke statt. Die Vereinbarung ist unter anderem Startschuss für ein geplantes Fraunhofer-Zentrum in Burlington/Ontario. Hier sollen Projekte entstehen, die Ontario und seine zahlreichen Unternehmen sowie Institutionen durch bewährte Methoden im Technologie- und Innovationsmanagement voranbringen.

In der Wissenschaft und angewandten Forschung arbeitet man seit einiger Zeit über den großen Teich erfolgreich zusammen. Ein Beispiel dafür sind die University of Western Ontario in London/Ontario und das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) aus Karlsruhe-Pfinztal, die seit 2011 im neu eingerichteten Fraunhofer Project Center for Composites Research @Western (FPC) eng kooperieren. Der Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Faserverbundwerkstoffe für den Leichtbau, vor allem im Automobilbau.

Die Arbeiten sind auf die Anforderungen des regionalen nordamerikanischen Marktes ausgerichtet. Das FPC ist mit einer hochmodernen Presse mit einer Presskraft von 2500t ausgestattet, was Forschung an Bauteilen im industriellen Maßstab ermöglicht.

Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer hatte jüngst in einem AUTOMOBIL PRODUKTION Exklusiv-Interview unter anderem die internationale Ausrichtung des deutschen Forschungsgiganten zu einem der strategischen Ziele erhoben.

Christian Klein