Geely Emgrand, China, Volvo

Bild: Geely

Die Konkurrenz aus dem Ausland verdirbt Geely zunehmend das Geschäft. Der Umsatz sank 2014 um knapp ein Viertel auf 21,7 Milliarden Chinesische Yuan oder rund 3,3 Milliarden Euro. Die Geely Automobile Holdings führte den Rückgang neben einem Absatzrückgang auf ein schwierigeres Wirtschaftsumfeld in wichtigen Auslandsmärkten zurück. Das Nettoergebnis brach um 46 Prozent auf 1,43 Milliarden Yuan ein. Die Dividende für 2014 wird entsprechend um 46 Prozent gekürzt auf 0,025 Hong-Kong Dollar je Aktie gekappt.

Geely gelingt es schon seit einiger Zeit nicht, vom wachsenden Automobilmarkt vor allem in der Heimat zu profitieren. Während die Verkäufe in China vergangenes Jahr insgesamt um 9,9 Prozent auf 19,7 Millionen Autos zunahmen, fahren die einheimischen Hersteller hinterher. Bei Geely sank der Absatz sogar um 16,8 Prozent auf 358.130 Fahrzeuge, die Exporte brachen um die Hälfte auf 59.721 Autos ein.

Für das neue Jahr ist Geely verhalten optimistisch. Die Aussichten seien nach einem Umbau im Vertrieb und Marketing in China besser, zudem sollen neue Modelle dem Geschäft Schwung geben.

Experten sehen durchaus Chancen für das chinesische Unternehmen, zumindest mittelfristig. Von den inländischen Herstellern könnte Geely zu den Gewinnern gehören, so Barclays-Analyst Yang Song. Entscheidend sei, dass Geely die Technologie von Volvo zu seinem Vorteil einsetzen könne, was aber eher erst für das Jahr 2017 zu erwarten sei.

Die Chinesen hatten vor fünf Jahren den schwedischen Hersteller von Ford übernommen. Volvo, die im Premiumsegment mit Audi, BMW oder Mercedes konkurrieren, kam zuletzt immer besser in Fahrt.

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Anjie Zheng und Colum Murphy, Dow Jones Newswires