Flaggen der USA und Deutschland als Puzzleteile.

Volkswagen konnte im Dezember wieder deutliche Zuwächse verbuchen, verkaufte aber 7,6 Prozent weniger Autos als 2015. BMW setzte insgesamt in 2016 9,7 Prozent weniger Autos ab (inklusive der Marke Mini). Daimler strich ein Plus von 0,1 Prozent ein. Bild: alexlmx-Fotolia.com

Volkswagen konnte im Dezember den zweiten Monat in Folge deutliche Zuwächse verbuchen. Der Neuwagenabsatz der Kernmarke VW kletterte um 20,3 Prozent. Allerdings kam dem vom Abgas-Skandal angeschlagenen Unternehmen bei der Absatzbilanz zugute, dass ein Verkaufsstopp von Dieselwagen die Zahlen im Vorjahr stark belastet hatte. Im Gesamtjahr verkaufte VW 7,6 Prozent weniger Autos als 2015.

Die Töchter der Wolfsburger fuhren derweil weiter Rekorde ein. Audi schaffte im Dezember ein Verkaufsplus von 13,7 Prozent und wurde auf Jahressicht rund vier Prozent mehr los. Die VW-Sportwagentochter Porsche - Renditeperle im VW-Konzern - setzte im Dezember etwas mehr ab und zählt im Gesamtjahr einen Zuwachs von 4,9 Prozent. Weiter schwer tut sich hingegen BMW mit einem Minus von 5,4 Prozent im Dezember und 9,7 Prozent im Gesamtjahr (inklusive der Marke Mini).

Auch Oberklasse-Konkurrent Daimler musste mit 4,8 Prozent weniger verkauften Mercedes-Benz im Dezember Abstriche machen. Im Gesamtjahr gab es dennoch ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.

Experten erwarten, dass dem US-Automarkt nach jahrelangem Boom langsam die Puste ausgeht. Zuletzt mussten die Autohäuser bereits stärker mit Rabatten nachhelfen, um die Verkäufe zu stützen. 2017 scheint eine neue Bestmarke deshalb schwer erreichbar: Der US-Autohändlerverband schätzt den Absatz auf nur noch 17,1 Millionen Fahrzeuge. Das Analysehaus IHS Markit ist etwas optimistischer und geht für 2017 von 17,4 Millionen Autos aus.