Daniel Akerson breit

GM-CEO Dan Akerson spricht ein Machtwort: "Opel steht definitiv nicht zum Verkauf" - Bild: GM

General Motors Chef Dan Akerson sagte am Mittwoch zu Beginn der Tarifverhandlungen mit der US-Gewerkschaft United Auto Workers, Opel stehe nicht zum Verkauf. Damit wies der Manager die anhaltenden Spekulationen zurück, dass sich der größte amerikanische Automobilhersteller von seinem europäischen Hersteller trennen würde.

GM sein “sehr zufrieden damit”, dass Opel/Vauxhall den Vorgaben seines Restrukturierungsplans voraus ist, dass GM in Europa positive Finanzergebnisse im ersten Quartal 2011 erzielt hat und dass der Opel/Vauxhall-Marktanteil im Mai zum siebten Mal in Folge den jeweiligen Vergleichswert des Vorjahres übertroffen hat, erklärte Europa-Chef Nick Reilly. Die jüngst eingeführten Opel/Vauxhall Modelle werden von Kunden und Industriebeobachtern hervorragend aufgenommen.

Winterkorns Gedankenspiele

Angeheizt worden war die Gerüchteküche zuletzt vor einer Woche, als Opel-Konkurrent Volkswagen Interesse an einem Kauf des Rüsselsheimer Unternehmens gezeigt haben soll. VW-Chef Martin Winterkorn habe die Amerikaner wissen lassen, auf welchen Wert man Opel taxiere, berichtete das “Manager Magazin”. Zu Verhandlungen mit GM sei es aber nicht gekommen, da die Amerikaner das Wolfsburger Gebot für zu niedrig befunden hätten.

Opel bleibt bei GM

Akerson stellte nun noch einmal klar, dass GM Opel im Konzern behalten möchte. Über diese klaren Worte Akersons dürften sich vor allem Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke und seine Mitarbeiter freuen.

Denn noch vor Wochen berichteten “Spiegel” und “AutoBild”, dass GM den Verkauf seiner defizitären deutschen Tochter erwäge. Als mögliche Käufer wurden chinesische Konzerne oder Volkswagen ins Spiel gebracht. Karl-Friedrich Stracke nannte die Verkaufsgerüchte “reine Spekulation”. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte GM auf, schnell Klarheit über die Zukunft von Opel zu schaffen.

Vor zwei Jahren scheiterte Verkauf

General Motors hatte Opel schon einmal beinahe verkauft, als der US-Autobauer vor zwei Jahren seine Insolvenz bewältigen musste. Im letzten Moment entschied sich das Management in Detroit aber gegen eine Trennung. Am Opel-Standort in Rüsselsheim sitzt eines der wichtigsten Entwicklungszentren des gesamten Konzerns. Opel schreibt seit langem Verluste, konnte das Minus zuletzt aber eindämmen. 2012 sollen unterm Strich wieder Gewinne stehen.

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Dow Jones Newswires/dpa-AFX/Guido Kruschke