Dan Akerson

GM-Chef Dan Akerson hofft, dass die US-Regierung bis Ende März 2014 beim Autobauer aus Detroit aussteigt. - Bild: GM

“Von Regierungsseite hieß es, dies soll irgendwann ab jetzt bis Ende des ersten Quartals 2014 passieren. Ich hoffe sehr darauf”, sagte GM-Chef Dan Akerson während einer Rede bei der London School of Economics and Political Science.

Seine Aussagen machen deutlich, dass die Regierung mit einem Komplettausstieg bei GM offenbar keine Eile hat. Das GM-Management wartet bereits sehnsüchtig auf diesen Zeitpunkt, denn dass die Regierung immer noch einen Fuß in der Tür hat, drückt auf das Image.

US-Regierung hat weiterhin einen Fuß in der Tür

Die US-Regierung hatte im Dezember vergangenen Jahres damit begonnen, den Autobauer endlich vom Haken zu lassen. Zu dem Zeitpunkt kündigte Washington an, die Anteile an dem Konzern in den nächsten zwölf bis 15 Monaten verkaufen und damit komplett aussteigen zu wollen. Einen Teil der Aktien wird GM dabei selbst übernehmen.

Der Opel-Mutterkonzern kaufte bis Ende 2012 von der Regierung 200 Millionen Aktien für je 27,50 US-Dollar bzw insgesamt 5,5 Milliarden US-Dollar. Die verbleibenden gut 300 Millionen Papiere sollen dann später veräußert werden. Alleine durch den Rückkauf von GM fiel der Staatsanteil auf jetzt unter 19 Prozent von zuvor noch über 26 Prozent.

Der Autokonzern musste 2009 mit einer Finanzspritze von 50 Milliarden US-Dollar vom Staat gerettet werden. GM hatte schon seit längerem versucht, sich vom staatlichen Haken zu lösen. Der als “Government Motors” verspottete Konzern sah seine Reputation zunehmend beschädigt. Die Deckelung der Gehälter hatte zudem die Rekrutierung von Top-Talenten erschwert.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke