Saab Fertigung

Lohnzahlungen eingestellt: Im Moment sieht es für die Mitarbeiter in Trollhättan leider mehr als düster aus. - Bild: Saab

Wenige Stunden nach Bekanntgabe ausbleibender Lohnzahlungen meinte der zuständige Sekretär Veli-Pekka Säikälä am Donnerstag auf der Internetseite der Gewerkschaft: “Man soll die Hoffnung nie aufgeben, aber im Moment sieht es äußerst düster aus.”

Eine Insolvenz erscheint immer wahrscheinlicher

Saab hatte am Morgen den Beschäftigten per Mail in Trollhättan mitgeteilt, dass man keine Mittel zur Auszahlung der fälligen Löhne habe. Die Metallgewerkschaft kündigte sofortige schriftliche Zahlungsaufforderungen an Saab für ihre betroffenen 1.400 Mitglieder an. Nach deren Ablauf ohne Zahlung sei auch ein Insolvenzsantrag durch die Gewerkschaft möglich, erklärte ein Sprecher im Rundfunk.

Der vorübergehend bei Saab als Insolvenzverwalter tätige Anwalt Peter Törngren sagte der Internet-Ausgabe der Wirtschaftszeitung “Dagens Industri”: “Das letzte, was ein Unternehmen nicht mehr zahlt, sind Steuern und Löhne.” Törngren war vor dem Saab-Verkauf durch General Motors an den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars 2010 als einer von zwei Insolvenzverwaltern in Trollhättan tätig.

dpa-AFX/Guido Kruschke