Cadillac SRX

Neue Dokumente zeigen: Auch beim Vorgängermodell dieses SRX gab es in der Vorserie Probleme mit defekten Zündschlössern. Bild: Cadillac

Die Dokumente untermauern den Verdacht, dass GM die Probleme bei seinen Massenmodellen aus Kostengründen verschleiert haben könnte. Denn: nur zwei Monate nach den Änderungen an den Cadillac-Schlössern wurden auch die Zündschlösser für die jetzt vom Mega-Rückruf betroffenen Volumenmodelle geändert. Allerdings ohne die neuen Schlösser auch mit einer neuen Produktnummer zu versehen. Im Zusammenhang mit der nicht vergebenen neuen Nummer wird GM Verschleierung der Probleme vorgeworfen.

Laut einem Bericht der Detroit News waren die Probleme mit den Zündschlössern bei Testfahrten in der Vorserienphase des SRX aufgefallen. Berichtet wird von einem Fall, bei dem ein Testfahrzeug durch eine Berührung des Schlüssels mit dem Knie während der Fahrt ausgegangen war. Nach Entdecken des möglichen Problems in der Vorserie hat man für Cadillac dann geänderte Zündschlösser eingebaut.

Der Mega-Rückruf von GM ist einer der spektakulärsten Fälle seit Jahren. Seit dem ersten Rückruf im Februar hat der Autohersteller im Zusammenhang mit den schadhaften Zündschlössern rund 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. GM sieht sich in den USA mit Vorwürfen konfrontiert, den Defekt ein Jahrzehnt lang ignoriert, respektive vertuscht zu haben. Die defekten Zündschlosser sollen für eine Reihe Unfälle ursächlich sein, 13 davon mit tödlichem Ausgang.

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Frank Volk