GM-Marke Cadillac hängt in China Porsche, Lincoln ab

Porsche gut in China, Cadillac zuletzt besser. Vor allem die lokale Fertigung hilft der GM-Premiummarke. Bild: GM

Gewiss, der direkte Vergleich zwischen Porsche und Cadillac mag etwas hinken. Mit Blick auf Image und Zielgruppe ist die GM-Marke in China eher im Konkurrenzumfeld von  BMW, Audi und Mercedes verortet. Dennoch hat IHS Markit drei markante Ereignissen zum Anlass eines Vergleichs genommen: Porsche hat im Rahmen seiner Expansionsstrategie seinen 94. Händlerbetrieb in China, Hongkong und Macau in Betrieb genommen, Ford-Luxusmarke feierte am 28. November den Verkaufsstart seines Flaggschiffs Continental und Cadillac durchbrach am 25. November die Schallmauer von 100.000 verkauften Autos in einem Jahr – das ist ein fettes Plus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Porsche hat in den ersten 10 Monaten 55.000 Autos auf seinem inzwischen größten Einzelmarkt verkauft, China-Spätstarter Lincoln kommt nach den ersten drei Quartalen auf knapp 21.000 Einheiten.   

Interessant ist der Vergleich vor allem zwischen Cadillac und Porsche. Beide Marken haben in den vergangenen Jahren imposante Zuwächse erzielt. Rückblick auf das Jahr 2011: damals verzeichnet Porsche einen Zuwachs von 78 Prozent, Cadillac lag mit einem Plus von 75,7 Prozent knapp dahinter, beide Marken verkauften in Summe noch deutlich weniger als 30.000 Einheiten. Die Wachstumsstory setzte sich fort, 2013 ging die Schere zugunsten von Cadillac weiter auf, massiv ist die Differenz im laufenden Jahr, in dem Porsche auf rund 60.000 Einheiten kommen dürfte, Cadillac auf über 115.000 Fahrzeuge.

Ford-Marke Lincoln bleibt nur Nebenrolle

 Die Entwicklung unterstreicht laut IHS Markit  die Bedeutung einer lokalen Fertigung. Während Porsche und auch Lincoln weiterhin auf Import setzen, zahle sich für die US-Marke die im vergangenen Jahr gestartete  Produktion vor Ort aus. Allerdings  erwarten die Marktexperten eine in den kommenden Jahren deutlich schwächere Wachstumsdynamik  bei Cadillac auf knapp über 120.000  Einheiten im Jahr 2020. Porsche sieht IHS Markit im Jahr 2020 bei  76.000 Einheiten, Lincoln folgt mit rund 25.000 Einheiten pro Jahr und spielt weiterhin nur eine Nebenrolle.