Opel Mokka

Die neue Version des bisher nur in Südkorea gefertigten Opel-Mokka wird ab Mitte 2014 zum großen Teil auch im spanischen Saragossa vom Band laufen. - Bild: Opel

Wie das “Handelsblatt” (Montag) berichtete, will der amerikanische Konzern Insidern zufolge die Entwicklung und Fertigung in andere Länder verlagern. Zudem sei das Risiko zu groß, dass sich der größte US-Autobauer zu stark von seinen fünf Werken in Südkorea abhängig mache. Das asiatische Land ist für GM mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent seiner globalen Produktion von etwa 9,5 Millionen Fahrzeugen einer der Top-Standorte.

Die GM-Arbeitskosten seien in Südkorea im vergangenen Jahrzehnt stark gestiegen. Die Aufwertung der Landeswährung Won verschärfe das Problem. Dadurch werden die Exporte aus dem asiatischen Land verteuert. Zudem zeigt sich die Gewerkschaft kampfesfreudig. Im vergangenen Jahr führte ein Streik dazu, dass 48.000 Autos weniger gebaut wurden.

Mokka wird auch in Spanien vom Band laufen

Das Unternehmen habe mit dem Rückzug in einigen Bereichen bereits begonnen, verlautete am Sonntagabend aus den Kreisen. So soll die neue Version des bisher nur in Südkorea gefertigten Opel-Geländewagens Mokka wie bereits bekannt ab Mitte 2014 zum großen Teil auch im spanischen Saragossa vom Band laufen. Auch das neue Modell des Chevrolet-Kompaktwagens Cruze soll nicht mehr in Südkorea gebaut werden. Auch hier gilt Spanien angeblich als Favorit. Lediglich das alte Modell soll als günstigere Variante für den Export in Schwellenländer noch in Südkorea gefertigt werden. Die Leitung der Cruze-Entwicklung sei bereits in die Zentrale bei Detroit zurückbeordert worden.

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Handelsblatt/Guido Kruschke