Goodyear Reifen

Im französischen Amiens halten Mitarbeiter des Goodyear-Werks zwei ihrer Chefs fest. - Bild: Goodyear

Die an der Aktion beteiligten Mitarbeiter fordern vom Management unter anderem höhere Abfindungen. Goodyear hatte bereits im vergangenen Januar die Schließung des Standorts Amiens-Nord mit rund 1200 Mitarbeitern angekündigt. Als Grund nannte die Unternehmensführung damals geplatzte Verhandlungen mit den Gewerkschaften über Sanierungspläne, die sich über mehrere Jahre hingezogen hatten.

Kampf um Abfindungen und Arbeitsplätze

Das Goodyear-Management forderte am Dienstag eine sofortige Freilassung der Führungskräfte. Vorher werde es keine neuen Gespräche mit Arbeitnehmervertretern geben, hieß es. Der französische Unternehmerverband Medef bezeichnete die Geiselnahme als “vollkommen inakzeptabel” und “vorsintflutliche Praktik”.

Bei den festgehaltenen Führungskräften handelt es sich um den Produktionsleiter und den Personalchef des Standorts in Nordfrankreich. Ihnen soll es den Umständen entsprechend gut gehen. In Frankreich kommt es immer wieder zu militanten Aktionen von Arbeitnehmern. Wirtschaftsvertreter und etliche Politiker werten sie als höchst schädlich für das Image des Industriestandorts Frankreich.

Alle Beiträge zu den Stichworten Goodyear Frankreich

dpa/Guido Kruschke