Great-Wall_Werksplaene

Great Wall gehört zu den China-Marken mit großen globalen Ambitionen. Nun will der OEM angeblich ein Werk in Mexiko und eines in den USA bauen. Bild: Great Wall

Nach wie vor tun sich chinesische Autobauer extrem schwer, in den höher entwickelten globalen Automärkten Fuß zu fassen. Inzwischen haben die OEM durch den Erfolg mit SUVs im eigenen Land wieder neuen Mut gefasst, die nächste Internationalisierungswelle scheint bevor zu stehen. Dabei schielen chinesische Marken vor allem Richtung Nordamerika. GAC hat bereits erklärt, 2020 den Schritt in die Staaten zu wagen, BYD will in den USA mit Elektroautos reüssieren, Geely bläst mit der vor wenigen Monaten aus der Taufe gehobenen Submarke Lynk & Co zur Attacke in den USA und Europa und JAC hat erst vor wenigen Tagen den Aufbau einer CKD-Fertigung in Mexiko angekündigt.

Zu den ambitioniertesten chinesischen Autobauern gehört Great Wall. Die Marke verzeichnet aktuell große Wachstumsraten in China. Nun will man auch den globalen Erfolg. Wie Reuters unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, stünde das Management kurz vor einer Entscheidung über den Bau von Fertigungsstätten. Die Frage sei  aber nicht mehr ob Mexiko oder USA, vielmehr sei jetzt in Überlegung, in jedem der Länder ein Werk zu bauen. Ursprünglich wollte Great Wall in Mexiko bauen und vor dort in die Staaten exportieren; dieses Vorhaben hat man aber angesichts der Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump zurück gestellt.

Für das Werk in Mexiko befinde sich der Autobauer bereits in der engeren Standortsuche, im Gespräch seien Nuevo Leon in Nordmexiko und San Luis Potosi – dort ist gerade das BMW-Werk im Werden. Keine Angaben gibt es zu möglichen Standorten in den USA. Auch zur Größe der Werke gibt es keine Informationen. Branchenexperten vermuten, dass Great Wall Fahrzeuge seiner in Gründung befindliche Premium-SUV-Marke Wey auch in den USA verkaufen möchte

Great Wall hat im vergangenen Jahr 16.650 Autos aus China nach Amerika exportiert. Auf der Exportliste stand aber weder Mexiko noch USA. Die meisten Autos gingen nach Erkenntnissen von IHS Markit nach Chile, gefolgt von Peru.