Elektromobilitaet_China_Prognose_BYD

In China wächst der NEV-Markt zwar stetig, aber nicht so stark wie erwartet. Bei Plug-in-Hybriden (im Bild rein BYD-Modell) sinken die Verkaufszahlen sogar. Nun hat der Herstellerverband CPCA die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Bild: BYD

Gegenüber chinesischen Medien begründete CPCA-Generalsekretär Cui Dongshu die herunter gedimmten Erwartungen mit einer am Markt zu beobachtenden Zurückhaltung privater Käufer. Allerdings: trotz der von 750.000 auf 700.000 Einheiten zurück genommenen Prognose wächst der NEV-Absatz, in der großen Mehrheit Elektroautos und Plug-in-Hybride, weiter stark. So wurden im Juli 56.000 NEVs verkauft, 55,2 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres.

Wie die Experten von IHS Markit bemerken, sei die Entwicklung im EV-Markt stark fragmentiert. So verzeichnen vorzugsweise auf dem Land gefragte Kleinst-Elektro-Autos die höchsten Zuwachsraten, ein Markt, in dem die großen Autobauer keine Rolle spielen. Und: während im Segment rein elektrischer Fahrzeuge nach den ersten sieben Monaten insgesamt ein dickes Plus von 33,6 Prozent steht, ging der Verkauf von Plug-in-Hybriden, in der Regel große und teure Fahrzeuge, um 12,8 Prozent zurück.

Trotz des Zuwachses zeigt man sich bei IHS Markit skeptisch, ob selbst das reduzierte Absatzziel von 700.000 NEVs in diesem Jahr zu erreichen ist. Dazu müssten in den verbleibenden fünf Monaten des Jahres rund doppelt so viele Elektroautos verkauft werden wie in den ersten sieben Monaten.