FCA Auburn Hills

Im FCA-Hauptquartier trafen sich hochrangige Vertreter beider Autobauer, auch Chinas Botschafter war anwesend. Bild: FCA

Das Treffen im Detroiter Stadtteil Auburn Hills, wo FCA seinen Firmensitz hat, fand auf höchster Ebene statt. Fiat-Chrysler CEO Sergio Marchionne und Mike Manley, Asien-Pazifik-Chef des italo-amerikanischen Autobauers, empfingen Cui Tiankai, Chinas Botschafter in den USA, Zhang Fangyou, Vorsitzender von GAC, sowie Vertreter der Provinzregierung von Guangdong. Thema war laut offiziellen Angaben von FCA der chinesische Automarkt. Spekulationen, dass es sich dabei aber auch um einen Markteintritt GAC’s in den USA drehte, halten sich hartnäckig – trotz Dementi eines FCA-Sprechers.

Kein Wunder, schließlich erklärte Wu Song, General Manager von GAC, erst vor kurzem auf der Peking Motor Show gegenüber Reuters, dass der China-OEM auf die Hilfe von FCA bei der Entwicklung der Marke GAC in den Vereinigten Staaten. Schließlich habe GAC Fiat-Chrysler auch in China unterstützt. Ohnehin hat GAC bereits auf der Detroit Motor Show 2015 bekannt gegeben, dass ein Markteintritt in den USA geplant sei – und das bis 2017.

Aktuell tun sich chinesische Hersteller schwer in den USA, wie auch in Europa, Fuß zu fassen. Strengere Sicherheits- und Emissionsvorschriften machen den Autobauern aus dem Reich der Mitte zu schaffen. Mit einem Partner wie dem FCA-Konzern an der Seite könnte es also GAC leichter fallen, passende Modelle für die Vereinigten Staaten zu entwickeln und ein funktionierendes Händlernetzwerk aufzubauen.