GM_Werk-Hamtramck_Produktionsstopp

Nachdem der Fahrzeugbestand bei GM inzwischen ein bedenklich hohes Niveau in den USA erreicht hat, stoppt der Autobauer im Werk Hamtramck (Bild) die Produktion für drei Wochen, in anderen Werken werden Schichten gestrichen. Bild: GM

Derzeit sitzt GM in den Nordamerika auf einem Bestand von 874.000 unverkauften Fahrzeugen – der höchste Stand seit der schweren Wirtschaftskrise vor acht Jahren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr und den vergangenen Monaten ist der Fahrzeugbestand bei den Händlern kontinuierlich gestiegen. Im November erreichte er im Durchschnitt 87 Tage. Als gesund gelten in der Branche 60 bis 70 Tage. Der steigende Bestand ist ein ernsthaftes Zeichen für wachsende Probleme, die gebauten Auto auch los zu werden. Als einen der wesentlichen Gründe nennt GM den starken Trend zu SUVs und Crossovermodellen, während klassische Limousinen immer schwerer verkäuflich seien.

Entsprechend steuert der Autobauer gegen. So wird im Werk Detroit-Hamtramck  die Produktion im Januar für drei Wochen gestoppt. Wichtigste Modell dort sind unter anderem die Limousinen Chevrolet Impala, Buick LaCrosse und Cadillac CT6. Beim LaCrosse reicht der Bestand produzierter Fahrzeuge für 168 Tage (Stand Ende November), beim Chevrolet Camaro gar für 177 Tage. Auch Chevrolet Cruze, Cadillac CTS und Cadillac CT6 liegen laut Autodata in den USA deutlich über der 100 Tage-Marke.

Limousinen als Ladenhüter

Ein GM-Sprecher kündigte an,  dass man durch entsprechende Maßnahmen beim durchschnittlichen Fahrzeugbestand auf einen Level von 70 Tagen zurück kommen möchte. Neben dem Produktionsstopp in Hamtramck sollen dazu in den Werken Lansing und Ohio Schichten gestrichen werden.

Gegenüber Detroit News zeigte sich Brian A. Johnson, Analyst bei Barclay Capital, skeptisch, ob diese temporären Maßnahmen ausreichen werden und verwies darauf, dass im Jahr 2017 in den USA ein nur schwaches Marktwachstum erwartet werde. Für die weitere Entwicklung im Bereich der Limousinen sind die Aussichten düster.