Honda_Brasilien_Fahrzeugprdouktion

Der Kleinwagen Honda Fit ist eines von drei Modellen, deren Produktion vom Werk Sumare nach Itirapina verlegt werden sollte. Daraus wird erst mal nichts. Bild: Honda

| von Frank Volk

Über die Verschiebung des Produktionsstarts berichten lokale Medien und berufen sich dabei auf Issao Mizoguchi, Chef von Honda Südamerika. Mizoguchi bestätigte, dass das Werk entgegen den ursprünglichen Planungen den Betrieb nicht 2018 aufnehmen werde. Zu den Gründen sagte er nichts, auch ließ der Honda-Manager offen, ab wann in Itirapina Autos vom Band gehen werden. Laut einer Produktionsprognose von IHS Markit könnte es 2020 werden.

Die Verschiebung trifft den Autobauer in einer ungünstigen Phase. Nach drei Jahren mit starken Absatzverlusten ist der brasilianische Markt 2017 deutlich im Aufwind. Befeuert von mehreren Zinssenkungen stieg die Zahl der Neuzulassungen mehrere Monate hintereinander jeweils zweistellig, im Oktober ging es gar 27,1 Prozent nach oben. Für das Gesamtjahr erwartet IHS Markit ein Plus von 9,4 Prozent auf 2,175 Millionen Einheiten. Zwar ist das Land wirtschaftlich nicht über dem Berg, inzwischen gilt Brasilien aber wieder als im Kommen in der Autoindustrie. In den vergangenen Monaten haben unter anderem GM und VW massive Investitionen in Südamerika angekündigt.

Bei Honda ist man aber zuversichtlich, mit dem etwa 100 Kilometer von Itirapina entfernt gelegenen Werk Sumare die Produktionsverschiebung kompensieren zu können. Dort werden die Modelle Fit, WR-V, HR-V, City und Civic produziert. Die Fertigung von Fit, WR-V und HR-V soll nach Itirapina verlagert werden. Im vergangenen Jahr wurden in Sumare 120.000 Fahrzeuge gebaut. Sind beide Werke in Betrieb liegt das Fertigungsvolumen von Honda bei 240.000 Einheiten pro Jahr.

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