Hyundai, Codename AG: Mit diesem Modell will der südkoreanische Hersteller auf seinem Heimatmarkt

Hyundai, Codename AG: Mit diesem Modell will der südkoreanische Hersteller auf seinem Heimatmarkt den aufkommenden deutschen Premium-Marken Paroli bieten. Bild: Hyundaiden .


Südkorea zählt zu den wichtigen Automärkten in Asien, vor allem für Premiumhersteller ist das Land aufgrund des relativ hohen Einkommens und er jungen Bevölkerung hoch interessant. Der südkoreanische Automarkt befindet sich fest in Hand von Platzhirsch Hyundai. Die Marke machte trotz starker globaler Ausrichtung 2013 44 Prozent seines Umsatzes im Heimatmarkt, dort ist Hyundai mit dem Grandeur und dem deutlich darüber platzierten Genesis auch eine große Nummer im lukrativen Premium-Markt. Allerdings graben Audi, BMW und Mercedes-Benz der südkoreanischen Nummer 1 zunehmend das Wasser ab. Bei den Kunden kommen vor allem verbrauchsgünstige Dieselmotoren an. Resultat: Zwar konnte Hyundai in Südkorea den Autoabsatz im ersten Quartal um 4,5 Prozent steigern, blieb damit aber hinter dem selbst gesteckten Ziel von +6,5 Prozent zurück. Dagegen schossen beispielsweise die Verkäufe von Mercedes-Benz um 45 Prozent, die von Audi gar um über 50 Prozent nach oben.

Mit dem Siegeszug der Deutschen soll nun Schluss sein. Auf der Autoshow in Busan präsentierte Hyundai nun ein weiteres Premium-Modell, das die Lücke zwischen Grandeur und Genesis schließen soll. Wie viel Druck bei den Südkoreanern auf dem Kessel ist, lässt die Namensgebung des Fronttrieblers erahnen: Dieser soll zwar schon in der zweiten Jahreshälfte an den Start gehen, kommt aber bei der Bezeichnung noch nicht über den Codenamen “AG” hinaus. Ebenfalls vorgestellt wurde in Busan erstmals ein Hyundai Grandeur mit einem Dieselmotor.

Von den Maßnahmen erwartet sich Hyundai einen ordentlichen Push bei den Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt. Vor allem aber sollen den Käufern die Argumente für einen Umstieg auf das Angebot der deutschen Premiumhersteller entzogen werden.

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Frank Volk