China_NEV-Liste_Elektromobilität

Ausnahme von der Regel auf der NEV-Liste in China ist neben dem Tesla Model S der BMW i3. Auf der jetzt 486 Modelle umfassenden Liste stehen sonst nur in China gebaute Autos mit in China gefertigten Batterien. Bild: BMW

Kommt man in Deutschland auf etwas mehr als eine Handvoll wirklich kaufbarer rein elektrischer Fahrzeuge, dokumentiert die jetzt vorgelegte Liste von NEV-Fahrzeugen, wie weit China in diesem Bereich dem Rest der Welt enteilt ist.

 Aufgeführt sind in der aktuellen NEV-Liste 486 Modelle, darunter 417 rein elektrische Autos (BEV), 68 Plug-in-Hybride (PHEV) und eine Brennstoffzellen-Fahrzeug (FCV). Auf die Liste zu kommen, ist für die Hersteller von hoher Bedeutung: nur dort aufgeführte Modelle kommen in den Genuss von steuerlicher Erleichterungen, direkten und indirekten Fördermaßnahmen, wie etwa die bevorzugte Erteilung von Kennzeichen.

417 rein elektrische Autos

Mit der NEV-Liste macht China aber auch klar Wirtschaftspolitik. So kommen auf die NEV-Liste im Prinzip nur in China gefertigte Modelle (Ausnahmen: Tesla Model S und BMW i3). Damit will man auch die globalen OEM letztlich zwingen, Produktionskapazitäten für NEVs im Land zu installieren. Dabei hilft die Produktion alleine der Fahrzeuge noch nichts: auch das Batteriesystem als zentrales Element des Elektroautos muss in China gefertigt werden. Erstmals wurde in China eine NEV-Liste im August 2014 veröffentlicht.