BMW Zentrale München

Die indischen Behörden untersuchen Anschuldigungen, wonach BMW Autoteile beim Zoll falsch deklariert haben soll. - Bild: BMW Group

Dabei gehe es um 120 Millionen US-Dollar, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Konkret untersuchten die Behörden Anschuldigungen, wonach BMW Autoteile beim Zoll falsch deklariert haben soll, sagte die informierte Person. So habe BMW teilmontierte Autoteile nach Indien importiert, allerdings angegeben, diese seien nicht montiert. Damit habe der Premiumautobauer höhere Steuern vermeiden wollen. Die Behörden hätten eine Lieferung von BMW-Motoren und Antriebsanlagen mit Wert von 250 Millionen Rupien beschlagnahmt, umgerechnet etwa 3,5 Millionen Euro, so die Person.

Angeblich hat BMW Teile falsch deklariert

Ein BMW-Sprecher bestätigte, dass die Behörden untersuchen, ob die fraglichen Teile “Completely-Knocked-Down” oder “Semi-Knocked-Down” angeliefert worden seien. Der Sprecher dementierte allerdings, dass die Lieferung beschlagnahmt worden sei. Er sagte, BMW kooperiere mit den Behörden vor Ort.

Indien besteuert teilmontierte Autoteile mit bis zu 100 Prozent, während unmontierte Autoteile nur mit 10 Prozent versteuert werden müssen. Damit will das Land die heimische Produktion unterstützen.

2007 hatte BMW ein Werk in der Nähe der südindischen Stadt Chennai eröffnet, wo Autos für den indischen Markt hergestellt werden. Viele der Teile, inklusive Motoren, Getriebe und Antriebsanlagen werden importiert und in Indien montiert.

Die Regierung in Neu-Delhi, die sich mit einem großen Haushaltsdefizit herumschlagen muss, achtet in letzter Zeit stärker auf die Eintreibung von Steuern. Teilweise zielt diese Strategie auf ausländische Unternehmen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke