Stephan Böddeker, Leiter des Bereichs MobilitätsWirtschaft der Wolfsburg AG und Projektleiter der IZB, zur neunten Zuliefererbörse.

Stephan Böddeker, Leiter des Bereichs MobilitätsWirtschaft der Wolfsburg AG und Projektleiter der IZB, zur neunten Zuliefererbörse.

Herr Böddeker, das Ausstellerinteresse an der IZB ist nach wie vor riesig. Sicherlich zu Ihrer Freude?
Stephan Böddeker: Ja, das stimmt. Das erneut große Interesse freut uns natürlich sehr. Wir waren übrigens diesmal schon gut drei Wochen nach Anmeldebeginn ausgebucht. Ein neuer Rekord.

Aber, es gibt sozusagen auch ein weinendes Auge.
Ja, auch das stimmt. Denn wir können wieder nicht alle Ausstellerwünsche erfüllen, leider. Das betrifft sowohl Neuanmeldungen als auch Standvergrößerungen. Uns steht auf unserem Ausstellungsgelände im Allerpark nur ein begrenztes Areal zur Verfügung. Das haben wir mittlerweile komplett ausgereizt, Erweiterungen sind nicht möglich. Zum Beispiel sind Verkehrs- und Serviceflächen notwendig, so wie bei jeder anderen Messe auch. Das betrifft vor allem die Parkplätze, die wir jedoch im Sinne eines guten Aussteller- und Besucherservices nicht weiter reduzieren können.

Welche weiteren Besonderheiten gibt es?
Die IZB verknüpft in idealer Weise eine hochwertige Messe mit einem hochkarätigen Rahmenprogramm. Sie bietet den internationalen Automobilzulieferern und -herstellern kompakt und konzentriert alle zwei Jahre im Herbst eine attraktive Plattform für Information und Kommunikation, also wie wir heute sagen für das professionelle Networking. Ein Höhepunkt ist dabei stets der vorgelagerte Automobil Kongress. Wir haben zudem in den vergangenen Jahren viel getan und die IZB immer weiter optimiert. Das Messegelände hat sich dabei in vielerlei Hinsicht bewährt. Ich möchte diesbezüglich besonders die Nähe zum VW-Werk, die kompakte Geländegliederung, die extrem kurzen Wege zwischen den Hallen und den sehr guten Verkehrsanschluss erwähnen. Der Shuttle-Service bringt Aussteller wie Besucher schnell und bequem vom Wolfsburger Hauptbahnhof zu uns in den Allerpark und verbindet das IZB- mit dem VW-Werksgelände.

Worin zeigt sich die hohe Wertigkeit der IZB?
Vor allem in der Qualität der Aussteller. So überprüfen wir die Bewerber vor der Anmeldung, ob sie unserer Produktgruppen-Klassifizierung entsprechen. Weiterhin zeichnet sich die IZB durch die Dichte an Entscheidern auf der Messe aus sowie durch die zahlreichen Innovationen und Weltneuheiten, die in Wolfsburg präsentiert werden.

Eine weitere Stärke dürfte sicher auch die kontinuierliche Weiterentwicklung sein.
Genau. Wir führen Bewährtes fort und arbeiten stetig an der konzeptionellen Weiterentwicklung der IZB. Ein wesentlicher Aspekt ist für uns dabei, der Branche eine lupenreine Automobilzulieferer-Messe zu bieten. Das macht die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung aus und verleiht der IZB mindestens in Europa ein Alleinstellungsmerkmal. Die Ausstellung orientiert sich inhaltlich entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Eine wesentliche Neuerung in diesem Jahr ist, dass wir erstmals ein Sonderthema in den Mittelpunkt der IZB stellen, und zwar „Die Digitalisierung der Mobilität“.

Ein spannendes Thema.
Und zudem hochaktuell. Ich denke in diesem Zusammenhang an Begriffe wie automatisiertes Fahren, Fahrerassistenzsysteme, Infotainment und Connectivity, ebenso aber auch an Themenkomplexe wie Industrie 4.0, Internet der Dinge und ganzheitliche Mobilität. Gerade auch die Zuliefererbranche steht hierbei vor gewaltigen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen. Bieten doch die digitalen Medien und das Internet weitreichende Möglichkeiten und beträchtliche Chancen, nicht nur Produktionsprozesse und das gesamte unternehmerische Handeln zu optimieren, sondern vor allem auch den Kunden neue und außergewöhnliche Services anbieten zu können.

Wird die Digitalisierung die diesjährige IZB prägen?
Auf jeden Fall. „Die Digitalisierung der Mobilität“ als Sonderthema wird sich wie ein roter Faden durch die gesamte IZB 2016 ziehen. Das betrifft in erster Linie unseren Internationalen Automobil Kongress einen Tag vor Messebeginn sowie die in die IZB integrierte Sonderausstellung in exponierter Lage. So werden sich sowohl die Referenten in ihren Vorträgen als auch die Best-Practice-Beispiele intensiv und umfassend mit dieser hochaktuellen Thematik beschäftigen. In der Sonderausstellung in Halle 1 haben ausgewählte Aussteller die hervorragende Gelegenheit, den Fachbesuchern aus der ganzen Welt an allen drei Messetagen ihre neuen Lösungen zur Digitalisierung der Mobilität zu präsentieren. Außerdem wird der IZB Neuheiten-Report herausragende Exponate, die sich dem Thema Digitalisierung widmen, vorstellen.

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