Toyota Ladestecker

Vier große japanische Autohersteller wollen die Zahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Japan in etwa verdoppeln. Bild: Toyota

Einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei zufolge werden die Automobilhersteller voraussichtlich jeweils gleiche Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen besitzen. Möglicherweise wollen die Konzerne ihre Partnerschaft auch auf die Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge erweitern. Das Joint Venture will offenbar Tankstellen und Geschäfte ermuntern, Ladestationen einzurichten und dafür teilweise die Kosten übernehmen. Geplant ist demnach auch ein gemeinsames Zahlungssystem für Ladestationen, so dass EVs überall in Japan mit einer einheitlichen Karte aufgeladen werden können.

Das Joint Venture ist Teil des im vergangenen Juli vorgestellten Plans der vier Automobilhersteller, 4000 neue Schnellladestationen und 8.000 Standard-Ladestationen aufzubauen und damit das aktuelle Niveau in etwa zu verdoppeln. Obwohl die japanischen Automobilhersteller bei der Elektromobilität die Führungsrolle eingenommen haben, bleiben die Inlandsverkäufe von Elektrofahrzeugen wie Nissan Leaf und Mitsubishi i-MiEV hinter den Erwartungen zurück. Größtes Hindernis sind den Analysten von IHS Automotive zufolge die hohen Kosten für die Einrichtung von Schnellladestationen. Die Einheiten kosten demnach etwa 5 Millionen japanische Yen (etwa 48.000 Dollar oder 35.000 Euro). Mit den Subventionen durch die japanische Regierung, die bereits bis zu zwei Drittel der Installationskosten übernimmt und mit der Unterstützung durch das neue JV könnten sich nun mehr Unternehmen dafür entscheiden, Ladestationen einrichten, so IHS Automotive.

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Andreas Karius/IHS