Johnson Controls Headquarter

Der US-Zulieferer Johnson Controls treibt seine Asienstrategie weiter energisch voran. Bild: Johnson Controlsomobile Innenausstattung. Bild: Johnson Controls

Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass die Zuständigkeit von Automotive-Chef im Raum Asien-Pazifik, Beda Bolzenius, auf das neue geformte Joint-Venture zwischen Johnson Controls und Yanfeng ausgeweitet wurde. Mit diesem Joint-Venture strebt die amerikanisch-chinesische Kombination eine weltweit führende Rolle bei Fahrzeug-Innenausstattungen an.

Die Erweiterung des bestehenden Forschungs- und Entwicklungszentrums hält sich quantitativ (138.500 Quadratmeter, 60 neue Beschäftigte) in Grenzen, qualitativ unterstreicht die Investition die Entschlossenheit, mit der die Amerikaner auf China und Asien in ihren Wachstumsplänen setzten: Nach der Erweiterung ist Wuxi nun eine der weltweit größten Forschungs- und Entwicklungsstandorte für die Bereiche Heizsysteme und Klimaanlagen von Johnson Controls. Parallel zu den Aktivitäten investiert der Zuliefer in Shanghai ein neues Hauptquartier. Von dort aus gesteuert werden soll auch das Mitte Mai aus der Taufe gehobene Joint-Venture zwischen Johnson Controls und Yanfeng. Dazu wurden jetzt auch erste personelle Weichen gestellt. So wird Beda Bolzenius, Asien-Pazifik-Chef der Automotive-Sparte auch für das Joint-Venture zuständig sein. Dafür wird ein Teil seiner bisherigen Aufgaben von Susan Davis übernommen, die zudem Personalchefin für die Region Asien-Pazifik ist.

Mit der Gründung eines Joint-Ventures haben Johnson Controls und Yanfeng die Gründung des weltweit größten Unternehmens für Fahrzeug-Innenausstattung mit einem erwarteten Umsatzvolumen von 7,5 Milliarden Dollar jährlich besiegelt. Yanfeng Automotive Trim Co., Ltd. befindet sich vollständig im Besitz von Huayu Automotive Systems Co. Ltd. (HASCO), der Komponentengruppe von Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC). Die Chinesen halten mit 70 Prozent die Mehrheit an dem Joint Venture, die restlichen 30 Prozent liegen bei dem US-Zulieferer.

Das neue Unternehmen wird seine Zentrale in Shanghai haben und globale Entwicklungs- und Produktionszentren sowie Kundengruppen in den USA, Europa, China, Japan und Indien betreiben. Das Produktportfolio wird Instrumententafeln und Cockpitsysteme sowie Türverkleidungen und Mittelkonsolen umfassen. Die Transaktion unterliegt diversen Auflagen, ein endgültiger Abschluss wird für die erste Hälfte des Kalenderjahres 2015 erwartet.

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