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Till Reuter: "Je höher die Löhne in China werden, desto eher lohnt sich die Automatisierung." - Bild: Kuka

Der Umsatz in China solle in drei bis fünf Jahren von zuletzt insgesamt 250 Millionen auf 600 Millionen Euro steigen, sagte Kuka-Chef Till Reuter dem “Handelsblatt” (Dienstag). Kuka werde dann ein Drittel des Geschäfts in China machen, aktuell sind es knapp 20 Prozent.

Kuka sieht “großen Nachholbedarf” in China

Kuka eröffnet an diesem Dienstag sein erstes Roboter-Werk in Schanghai. Ein Treiber des Geschäfts seien die steigenden Löhne in China, sagte Reuter. “Je höher die Löhne werden, desto eher lohnt sich die Automatisierung.” Es gebe großen Nachholbedarf. So seien die westlichen Autobauer in China mindestens fünfmal stärker automatisiert als die lokalen Produzenten. Günstige Tätigkeiten würden dadurch zwar wegfallen, zugleich würden aber höher qualifizierte Jobs zum Beispiel für die Bedienung der Roboter geschaffen.

Den geplanten Vorstoß des Internetkonzerns Google in den Roboterbau nimmt Reuter ernst. Das Vorhaben bestätige aber vor allem, wie attraktiv der Markt sei. In der Elektronikinudstrie gebe es bei der Automatisierung einen großen Nachholbedarf. Neue Anbieter hätten einige Hürden zu nehmen. So beschäftige Kuka 400 Entwickler. Außerdem sei ein weltweites Service- und Vertriebsnetzwerk notwendig. “Ich glaube, wir können das besser”, sagte Reuter zu den Ambitionen neuer Anbieter.

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dpa/Guido Kruschke