Das modulare Fabrikkonzept FASTplant von Dürr, angewendet auf eine Endmontage in einer Fahrzeugfabrik.

Maschinenbauer wie Dürr sind zu Teilen auch von der Automobilindustrie abhängig, Bild: Dürr

| von Fabian Pertschy

Der deutsche Maschinen- und Anlagebau wurde von der Corona-Pandemie hart getroffen. Die Inlandsorders gingen im April um ein Viertel zurück. Die Auslandsbestellungen fielen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 34 Prozent, wobei der Rückgang aus den Euro-Ländern und Nicht-Euro-Ländern nahezu gleich hoch ausfiel.

Stärkster Rückgang seit der Finanzkrise

"Erwartungsgemäß hat Corona tiefe Spuren in den Orderbüchern des Maschinenbaus hinterlassen. Der Auftragseingang verfehlte im April sein Vorjahresniveau real um insgesamt 31 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/09“, verdeutlicht der Chefvolkswirt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Ralph Wiechers. Im weniger schwankungsanfälligen Zeitraum von Februar bis April 2020 sank der Auftragseingang um real 14 Prozent zum Vorjahr.

VDMA fordert Handeln der Regierung

Angesichts dieser Zahlen fordert er ein entschlossenes Handeln der Regierung, damit die Unternehmen die Zeit bis zur nachhaltigen Erholung der Wirtschaft überstehen können. „Der heftige Rückgang passt zu den Ergebnissen der VDMA Corona-Blitzumfrage von Mitte April, in der 77 Prozent der Befragten über merkliche beziehungsweise sogar gravierende Störungen auf der Nachfrageseite klagten“, betont Wiechers.

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