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Sowohl BMW als auch Mercedes-Benz haben direkt auf die Senkung der chinesischen Mehrwertsteuer reagiert. Indem sie die Preise für ihre chinesischen Kunden entsprechend verringern, wollen sie der schwächelnden Neuwagen-Nachfrage in China entgegenwirken. Bild: BMW

Wie Reuters berichtet, soll der Umsatzsteuersatz von 16% auf 13% im verarbeitenden Gewerbe und von 10% auf 9% im Verkehrssektor gesenkt werden. Berichten zufolge hat BMW die Preise um etwa 10.000 CNY (1.500 US Dollar) gesenkt, während die Mercedes-Preise bei ausgewählten Modellen sogar zwischen 10.000 und 40.000 CNY sanken. Die BMW-Preissenkungen betreffen sowohl importierte als auch inländische Fahrzeuge.

Reuters zitiert eine BMW-Stellungnahme über die WeChat-Messaging-App in China, in der es heißt, die Preisänderung sei eine "aktive Antwort auf die nationale Mehrwertsteueranpassung". Die Senkung der Mehrwertsteuer kommt zu einem Zeitpunkt, wo Chinas Neufahrzeugverkäufe weiter abnehmen - im Jahr 2018 um 2,8% und im Februar 2019 um 13,8% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Nachfrage soll wieder angekurbelt werden

Die Schritte von BMW und Mercedes deuten darauf hin, dass die Senkung der Mehrwertsteuer direkt an die Verbraucher weitergegeben wird und dazu beitragen soll, der schwachen Nachfrage entgegenzuwirken. Der chinesische Automarkt hat seit dem zweiten Halbjahr 2018 angesichts des anhaltenden Handelskrieges zwischen den Vereinigten Staaten und China weiter geschwächelt.

Der Handelskonflikt hat zu einer Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft und einem nachlassenden Vertrauen der Kunden geführt. Der Anstieg der Preise für importierte Waren und die Verringerung des Exportvolumens in die USA haben zu einem Rückgang des verfügbaren Nettoeinkommens geführt, was dazu beigetragen hat, dass die Nachfrage chinesischer Verbraucher nach neuen Fahrzeugen zurückging.

IHS Markit prognostiziert, dass der chinesische Markt 2019 einen Umsatzanstieg verzeichnen wird und in diesem Jahr 27,9 Millionen erreichen wird, verglichen mit 27,0 Millionen im Jahr 2018. Es wird davon ausgegangen, dass der Markt erst im Jahr 2022 die 30 Millionen-Marke überschreiten wird.