Mercedes M-Klasse

Rückruf: M-Klasse muss zurück in die Werkstatt. - Bild: Daimler

Unter bestimmten Umständen lasse sich die automatische Geschwindigkeitseinstellung nicht durch da leichte Antippen der Bremse ausschalten. Eventuell müsse etwas mehr Kraft aufgewendet werden, als üblich. Das führe zu einer Erhöhung der Unfallgefahr. Allerdings bleiben die anderen Funktionen erhalten. So würde ein pumpendes Betätigen des Bremspedals den Tempomaten deaktivieren, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA auf ihrer Internetseite mit.

Ein Mercedes-Sprecher erklärte dazu: “Der Tempomat lässt sich normalerweise durch leichten Druck auf das Bremspedal deaktivieren. Bei den betroffenen Fahrzeugen kann es sein, dass der Fahrer fester auf die Bremse drücken muss. Der Tempomat läßt sich zudem jeder Zeit über den Tempomathebel deaktivieren. Der Tempomat wird außerdem beim Unterschreiten einer Geschwindigkeit von 40 km/h automatisch deaktiviert.”

Von dem Rückruf betroffen seien die Mercedes-Benz M-Klasse aus den Jahren 2000 bis 2002 und die M-Klasse AMV von 2000 bis 2004. Die Halter würden benachrichtigt. Wie die NHTSA weiter mitteilte, sei der Rückruf eine Folge von Beschwerden mehrerer Autofahrer. Auch in Deutschland werden rund 50.000 Autos zurückgerufen.

Der Stuttgarter Konzern berichtete von keinen Unfällen, man starte die Rückrufaktion vorsorglich. Der Tempomat läßt sich über den Signalgeber am Lenkrad an- und ausschalten.

Im vergangenen Oktober musste Daimler in den USA bereits rund 85.000 Autos der C- und E-Klasse wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung zurückrufen, in China waren es weitere 25.300.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke