Autos auf einer Brücke in Philadelphia, USA

Wegen schlechterer Finanzierungskonditionen rechnet die Ratingagentur Moody's für die USA in diesem Jahr mit einem relativ deutlichen Rückgang beim Autoabsatz. Bild: Pixabay

"Der kontinuierliche Anstieg des globalen BIP wird zwar zu einer stärkeren Fahrzeugnachfrage in Schlüsselmärkten wie China, Japan oder Indien führen. Dennoch gehen wir von rückläufigen Absatzzahlen in den USA aus, was das Wachstum der Automobilhersteller weltweit bis ins Jahr 2018 hinein auf unter 2 Prozent verlangsamen wird", schreibt Falk Frey, Senior Vice President bei Moody's Investors Service. Entsprechend halte Moody's an dem negativen Ausblick für den Sektor fest.

Der Autoabsatz in den USA werde in diesem Jahr um 3,6 Prozent und 2018 um 0,6 Prozent zurückgehen, da sich die günstigen Finanzierungskonditionen, die in den USA für einen kräftigen Absatz gesorgt haben, verschlechterten, heißt es in dem Bericht von Moody's weiter. Zudem gerieten die Gebrauchtwagenpreise angesichts einer Vielzahl auslaufender Leasingverträge unter Druck.

In China dürfte sich das Absatzwachstum bis ins nächste Jahr hinein abschwächen, da Steuervergünstigungen auf den Kauf niedrig motorisierter Pkw auslaufen. Moody's geht davon aus, dass die Autoverkäufe in China in diesem Jahr um 3 Prozent und im nächsten Jahr um 2 Prozent zulegen werden. Die nach wie vor geringe Durchdringung des chinesischen Marktes mit Kraftfahrzeugen sowie das anhaltende Wirtschaftswachstum könnten allerdings dazu führen, dass die Absatzzahlen in den nächsten fünf Jahren wieder über den niedrigen einstelligen Prozentbereich hinaus ansteigen.

In Westeuropa werde der Autoabsatz in diesem Jahr um 2 Prozent zulegen, so Frey. Grund dafür sei die wachsende Nachfrage in Deutschland, wo Hersteller wie BMW, VW oder Daimler Käufern finanzielle Anreize bieten, ihre älteren Dieselfahrzeuge durch schadstoffärmere Neuwagen zu ersetzen. In Japan dürfte der Fahrzeugabsatz 2017 um 5,6 Prozent steigen - gestützt durch die Rückkehr von Nissan ins Kleinwagensegment. Im Jahr 2018 dürfte die Wachstumsrate dann wieder auf einen Wert von rund 2 Prozent zurückkehren.

  • Platz bei den Top-10 der meistverkauften Modelle auf dem US-Markt im ersten Halbjahr 2017: der Honda Accord mit gut 160.000 Einheiten. Bild: Honda

    Platz bei den Top-10 der meistverkauften Modelle auf dem US-Markt im ersten Halbjahr 2017: der Honda Accord mit gut 160.000 Einheiten. Bild: Honda

  • Platz 9: Die Limousinen-Version des Toyota Corolla mit knapp 165.500 Fahrzeugen, was einem Minus von 8 Prozent zum Vorjahr entspricht. Bild: Toyota

    Platz 9: Die Limousinen-Version des Toyota Corolla mit knapp 165.500 Fahrzeugen, was einem Minus von 8 Prozent zum Vorjahr entspricht. Bild: Toyota

  • Honda Civic: In diesem Jahr 175.800 abgesetzte Einheiten (minus 7,4 Prozent) und Platz 8. Bild: Honda

    Honda Civic: In diesem Jahr 175.800 abgesetzte Einheiten (minus 7,4 Prozent) und Platz 8. Bild: Honda

  • Toyota Camry: 176.900 Einheiten und minus 11,4 Prozent. Bild: Toyota

    Toyota Camry: 176.900 Einheiten und minus 11,4 Prozent. Bild: Toyota

  • Toyota RAV 4: Plus 11,4 Prozent und 184.800 Einheiten. Bild: Toyota

    Toyota RAV 4: Plus 11,4 Prozent und 184.800 Einheiten. Bild: Toyota

  • Honda CR-V: Mit einem Plus von 17,7 Prozent und knapp 187.300  landet der Honda CR-V auf dem fünften Platz. Bild: Honda

    Honda CR-V: Mit einem Plus von 17,7 Prozent und knapp 187.300 landet der Honda CR-V auf dem fünften Platz. Bild: Honda

  • Das größte Plus unter den Top 10 erzielte mit 30,2 Prozent der Nissan Rogue: Fast 193.900 Einheiten und Platz 4. Bild: Nissan

    Das größte Plus unter den Top 10 erzielte mit 30,2 Prozent der Nissan Rogue: Fast 193.900 Einheiten und Platz 4. Bild: Nissan

  • Platz 3 mit einem Plus von 8,2 Prozent und gut 250.400 vekauften Einheiten im ersten Halbjahr 2017: Das Ram-Pick-up. Bild: FCA

    Platz 3 mit einem Plus von 8,2 Prozent und gut 250.400 vekauften Einheiten im ersten Halbjahr 2017: Das Ram-Pick-up. Bild: FCA

  • Der Chevrolet Silverado landet mit fast 293.000 Einheiten und einem Minus von 3,9 Prozent auf dem zweiten Rang. Bild: Chevrolet

    Der Chevrolet Silverado landet mit fast 293.000 Einheiten und einem Minus von 3,9 Prozent auf dem zweiten Rang. Bild: Chevrolet

  • Weiterhin das mit Abstand meistverkaufte Modell in den USA: die Ford-F-Serie, die mit knapp 430.000 verkauften Einheiten weiter zulegen kann (plus 8,8 Prozent). Bild: Ford

    Weiterhin das mit Abstand meistverkaufte Modell in den USA: die Ford-F-Serie, die mit knapp 430.000 verkauften Einheiten weiter zulegen kann (plus 8,8 Prozent). Bild: Ford