Kommt im Sommer in Russland in den Verkauf: Datsun on-DO.  Bild: Nissan

Kommt im Sommer in Russland in den Verkauf: Datsun on-DO. Bild: Nissan

Gefertigt wird das Low-Cost-Modell bei Avtovaz in Togliatti. Der größte russische Hersteller gehört mehrheitlich der französisch-japanischen Allianz Renault-Nissan. Beim Premieren-Datsun für Russland handelt es sich um eine viertürige Stufenheck-Limousine. Laut Nissan wurde das Fahrzeug explizit für die teils extremen Wetter- und Straßenbedingungen dort entwickelt – was sich denn auch in der Modell-Bezeichnung “Datsun on-DO” ausdrückt, unter der der Fünfsitzer in Russland antritt. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie: “Er macht seinen Weg in Russland”. Dazu setzt Nissan auf dieselben Kernwerte wie Avtovaz mit seiner Marke Lada: eine einfache, robuste Konstruktion und günstige Ersatzteile. Probleme dürfte es für die Datsun-Interessenten geben, überhaupt an ein Fahrzeug zu kommen. Zum Auftakt im Sommer wird der Datsun von gerade mal 25 Händlern angeboten, im Verlauf der nächsten zwei Jahre soll deren Zahl auf 75 ausgebaut werden. Der Preis für das Auto liegt laut Nissan bei unter 400.000 Rubel, umgerechnet rund 11.000 Euro.

Russland wird nach Indonesien dann der zweite Markt, in dem alle drei Marken – Infiniti, Nissan und Datsun – des japanischen Herstellers angeboten werden. Als weitere Märkte sollen in diesem Jahr Indien und Südafrika folgen.

Der Markteintritt von Datsun in Russland kommt vor dem Hintergrund der Krim-Krise und der wirtschaftlich schlechten Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. IHS Automotive rechnet im ersten vollen Verkaufsjahr 2015 mit 30.000 verkauften Einheiten, 2016 könnte die Zulassungszahl auf 66.000 Fahrzeuge steigen. Die Marke von 100.000 Fahrzeugen sehen die Marktexperten von IHS erst im Jahr 2018 fallen.

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Frank Volk