Der Nissan LEAF läuft im Werk Oppama parallel zu konventionell angetriebenen Modellen wie dem

Der Nissan LEAF läuft im Werk Oppama parallel zu konventionell angetriebenen Modellen wie dem Nissan Juke und dem Cube vom Band. (Bild: Nissan)

„Dies ist nicht nur für Nissan und die Renault-Nissan-Allianz, sondern auch für die gesamte Automobilindustrie ein wichtiger Meilenstein“, betonte Nissan Präsident und CEO Carlos Ghosn aus Anlass des offiziellen Produktionsstarts des LEAF am 22. Oktober. „Die Haltung der Konsumenten ist eindeutig. Sie wollen nachhaltige und erschwingliche Mobilität. Die Allianz bietet als Technologie-Vorreiter genau solche Fahrzeuge an, verbunden mit der Zuverlässigkeit und jenem Grad an Fahrspaß und Leistung, den die Kunden erwarten. Der qualitativ hochwertige und innovative Nissan LEAF wird weltweit die Erwartungshaltung der Käufer an die Automobilproduzenten radikal ändern.“

Der Nissan LEAF läuft im Werk Oppama parallel zu konventionell angetriebenen Modellen wie dem Nissan JUKE und dem CUBE vom Band. Ein Teil der Fertigungsstraßen wurde jedoch eigens für das neue Modell abgewandelt: So werden in dem Bereich, in dem gewöhnlich Benzintanks montiert werden, nun die Batterien installiert. Des Weiteren gelangen E-Motoren und Inverter an den sonst für den Einbau der Verbrennungsmotoren reservierten Stationen zum Einbau. Eine hohe Fertigungsqualität und -effizienz wird über den gesamten Produktionsprozess durch den Nissan Production Way (NPW) garantiert.

Die hochmodernen Lithium-Ionen-Batterien des Nissan LEAF stellt die Automotive Energy Supply Corporation (AESC) in ihrem japanischen Werk Zama her. AESC ist ein Joint-venture-Unternehmen zwischen Nissan und der NEC Corporation. Die aus jeweils vier Zellen bestehenden Batteriemodule werden in Zama vorgefertigt und dann in das nahe gelegene Oppama transportiert, wo dann je 48 Einheiten in einen Nissan LEAF eingebaut werden. Die Jahreskapazität für den LEAF in Oppama beträgt 50.000 Einheiten.

Hidetoshi Imazu, Executive Vice President für Fertigung, sagt: „Oppama fungiert als ‚Mutterwerk‘ für den Nissan LEAF. Wir werden alle hier gemachten Erfahrungen und unser komplettes Know-how an alle Werke weitergeben, die in Zukunft ebenfalls Elektroautos von Nissan bauen.“ Als künftige Standorte für E-Modelle von Nissan stehen bereits Smyrna (im US-Bundesstaat Tennessee) und Sunderland im Nordosten Englands fest. Der Produktionsstart des Zero Emission-Fahrzeugs in Smyrna ist auf Ende 2012 terminiert; in Sunderland sollen Anfang 2013 die Bänder anlaufen. Sind alle drei Werke „am Netz“, wird Nissan über eine Gesamtkapazität von 250.000 Einheiten des LEAF verfügen.

Der Nissan LEAF ist das erste, zu 100 Prozent rein elektrisch betriebene Zero Emission-Fahrzeug der Renault/Nissan-Allianz. Zusammen mit seinem französischen Partnerunternehmen strebt Nissan damit die weltweite Technologieführerschaft bei der Elektromobilität an. Bis heute hat die Allianz global über 80 Abkommen mit Regierungen, großen Städten und Unternehmen abgeschlossen, welche die Pläne von Nissan zu einem abgasfreien Individualverkehr tatkräftig unterstützen wollen.